Medienbrief 4/17

Nominierungen für Ernst-Schneider-Preis 26 Wirtschaftsbeiträge aus Fernsehen, Hörfunk, Print und Onlinemedien sind für den Ernst-Schneider-Preis 2017 nominiert worden. Sie vermitteln wirtschaftliche Zusammenhänge spannend und verständlich. Hier geht es zur Liste der Nominierten. Am 10. Oktober werden Mitglieder der Jurys in den Berliner Bolle Festsälen die Gewinner verkünden. Laudatoren sind unter anderem: Sven Gösmann, Chefredakteur dpa, Ralf Geisenhanslüke, Chefredakteur Neue Osnabrücker Zeitung, Manuela Kasper-Claridge, Head of Business and Science Deutsche Welle, Christoph Singelnstein, Chefredakteur rbb und Andreas-Peter Weber, Programmdirektor DLF. Mehr Wirtschaft im Fernsehen Der überragende Erfolg der 2015 mit dem Ernst-Schneider-Preis ausgezeichneten Gründersendung „Höhle der Löwen“ löst weitere Formatentwicklungen, die Wirtschaftsthemen unterhaltsam aufgreifen, aus. Mehrere Sender haben Projekte angekündigt. Meist stehen Start-ups im Vordergrund: 1 – Deutschlands bestes Gründertalent „Das ist deine Chance“ ist der Arbeitstitel einer neuen Wirtschaftsshow auf Sat.1, die nach „Deutschlands bestem Gründertalent“ sucht. Die Bewerber müssen in verschiedenen Prüfungen beweisen, dass sie ihre Geschäfts­idee von Woche zu Woche weiterentwickeln können. Dem Sieger stellt Carsten Maschmeyer das Startkapital für die gemeinsame Firma zur Verfügung. Produzent der Show ist die Kölner Sony Pictures.  2 – Jung, weiblich, Boss! RTL II arbeitet an einem Wirtschaftsformat für Frauen. Die Modedesignerin Jette Joop soll angehenden Geschäftsfrauen auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit unterstützen. „Jung, weiblich, Boss!“ wird das Format laut „Bild“ heißen. 3 – Ding des Jahres ProSiebenSat.1 kündigte eine Show um Erfinder und Entwickler an, die der Entertainer Stefan Raab produzieren wird. Die Sendung ist als Duell konzipiert und soll „Das Ding des Jahres“ heißen. Die Sendungen werden im Januar 2018 zu sehen sein.  4 – Ich mach mein Ding Der WDR begleitet seit Anfang des Jahres fünf Gründer aus Nordrhein-Westfalen beim Aufbau ihres Geschäfts. Vom individuell und fair produzierten Schuh bis zu Bürostühlen mit Vibrationsalarm verfolgt die Autorin Katja Scherer zwei Jahre lang die Entwicklung der Start-ups. Die Beiträge von „Ich mach mein Ding“ können im Fernsehen, im Radio und online verfolgt werden. 5 – Verwandt und fleißig Im Anschluss an „Die Höhle der Löwen“ sendet Vox Firmenportraits. Die Serie heißt „Meine Familien-Firma – Verwandt und fleißig“. Sie zeigt den Alltag von Betrieben. Geplant sind vier Folgen. Bei der ersten Episode blieben 1,3 Millionen Zuschauer dabei, der Marktanteil belief sich beim jungen Publikum auf 15 Prozent und machte Vox zum Marktführer. 6 – Produkte aus dem Käfig Zur neuen Staffel der „Höhle der Löwen“ eröffnete Vox im Kölner DuMont Carré  einen Pop-up-Store, wo Produkte der Sendungen erhältlich sind. NRW vor Bayern Die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse hat die Reichweiten für Radiosender in Deutschland ermittelt. Meistgehörter Einzelsender ist Bayern 1 mit rund 1,1 Millionen Hörern in einer Durchschnittsstunde unter der Woche. Dahinter rangieren der private Sender Antenne Bayern, WDR 2 und SWR 3 (je 1 Million Hörer.) vor 1Live (dem Jugendprogramm des WDR). An der Spitze steht der Lokalsenderverbund Radio NRW mit 1,7 Millionen Hörern. Google zum dritten In der dritten Förderrunde hat Google im Rahmen seiner Digital News Initiative (DNI) 3,7 Millionen Euro an deutsche Verlage ausgeschüttet – mehr als in allen anderen Ländern. Innerhalb von drei Jahren will Google 150 Millionen Euro an europäische Medien auszahlen, damit diese Innovationen vorantreiben können. In Deutschland werden fünf von 27 europäischen Großprojekten gefördert. So erhält die Deutsche Welle 437.500 Euro für das Projekt „news.bridge“. Die Funke Mediengruppe bekommt 500.000 Euro für Bewegtbild-Inhalte im Regionalen. Auch die Wirtschaftswoche, DuMont sowie von Gruner + Jahr erhalten Geld. ntv verlängert Nachrichten Der Fernsehsender ntv hat seit September seine Nachrichten um 16 und 17 Uhr ausgeweitet. Der Kölner Sender wirbt jetzt mit dem Slogan „Wir bleiben dran“. Kurz vor der Bundestagswahl frischte ntv auch sein Logo auf. Der Bindestrich vor „n“ entfällt. Konstruktiver „Plan B“ Ab dem 7. Oktober wird im ZDF samstags um 17:35 Uhr „Plan B“ zu sehen sein. Das Magazin will in jeder Ausgabe ein Thema in den Mittelpunkt stellen und – das ist der neue Ansatz – Problemlösungen gleich mit anbieten, etwa zum Umgang mit steigenden Mieten. Nach britischem und skandinavischem Vorbild setzt die Redaktion auf konstruktiven und lösungsorientierten Journalismus. Fernfahrerblues Jede Nacht ist anders, schreibt der Deutschlandfunk, und verspricht drei Stunden voller Eindrücke und Information. Am 18./19. November ist die Sendung „Lange Nacht“ den Fernfahrern gewidmet, die, wie der Sender schreibt, das Rückgrat einer arbeitsteiligen Wirtschaft bilden. (23:05 – 2:00 Uhr) Jugend guckt fern Der Aufstieg von Streamin­g­anbietern wie Netflix oder Amazon Prime scheint an Grenzen zu stoßen: Vor allem ganz junge Konsumenten schauen wieder vermehrt TV. Diese Entwicklung geht aus einer Studie der Hochschule Fresenius hervor. Bislang galten die Jungen als für das Fernsehen verloren.  Der Anteil derjenigen, die ausschließlich traditionell fern schauen wächst leicht sowohl in der Altersgruppe 55+ als auch bei jüngeren Zuschauern im Alter von 18 bis 24 Jahren. Die Verantwortlichen der Studie begründen diesen Anstieg mit der steigenden Bequemlichkeit der Nutzer. So scheine es einfacher, sich berieseln zu lassen, als selbst zu entscheiden, welchen Film oder welche Serie man sich anschauen möchte.

Nominierungen 2017

Im Wettbewerb des von den Industrie- und Handelskammern gestifteten Ernst-Schneider-Preises stehen die Nominierungen fest. Prominent besetzte Jurys wählten aus Fernsehen, Hörfunk, Online und Print insgesamt 26 Beiträge aus. Die nominierten Beiträge greifen gesellschaftlich besonders relevante Themen auf. Sie ragen heraus, weil sie wirtschaftliche Zusammenhänge ebenso spannend wie unterhaltsam und allgemein verständlich vermitteln. Am 10. Oktober geben die Juroren die Gewinner des Ernst-Schneider-Preis 2017 bekannt. Die Verleihung findet in den Berliner Bolle Festsälen statt. Sie wird von Mitri Sirin, ZDF-Morgenmagazin, moderiert. Der offizielle Twitter-Hashtag lautet #esp17. Auf die 46. Ausschreibung des Journalistenpreises der deutschen Wirt-schaft waren über tausend Beiträge aus allen Lebens- und Arbeitsbereichen eingegangen, darunter Stücke von öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern, Artikel von ZEIT, F.A.Z., taz, Welt, Spiegel, Stern und Süddeutscher Zeitung, Wirtschaftsmagazinen, Internet-Portalen und vielen regionalen Zeitungen. Die Jurys nominierten:

Fernsehen

Kategorie: Große Wirtschaftssendung Kategorie: Kurzbeitrag
  • „Minuszinsen“: Steffen Clement (Red. Sabine Elke), ARD / hr
  • „Im Zinstief – Gesetzliche Rente rentabler als private Vorsorge“: Stefan Jäger (Red. Sabine Elke), ARD / hr
  • „Rentenbesteuerung: Doppelt abkassiert vom Staat“: Stefan Jäger (Red. Brigitte Schalk / Clemens Bratzler), ARD / hr / SWR

Hörfunk

Kategorie: Große Wirtschaftssendung Kategorie: Kurzbeitrag
  • „Handwerker ABC (11-teilige Serie)“: Regina Beck (Red. Regina Beck), SWR
  • „Brexit (6-teilige Serie)“: Thorsten Ortmann (Red. Udo Kreuer), Radio NRW
  • „Problem oder Potenzial? Flüchtlinge auf dem Arbeitsmarkt“: Christian Schwalb (Red. Nicole Ritterbusch), Radio Bremen

Print

Kategorie: Wirtschaft in regionalen Printmedien
  • 4 Flüchtlinge auf dem Weg in ein neues (Berufs-)Leben„: Christine Hochreiter / Martin Anton, Mittelbayerische Zeitung
  • Mein erster Laden„: Miriam Opresnik, Hamburger Abendblatt
  • Unsere Bauern (Serie)“: Benjamin Wagener / Andreas Knoch / Klaus Nachbaur / Sigrid Stoss / Uwe Jauß / Ulrich Mendelin / Christoph Plate / Christoph Wartenberg / Marvin Weber / Nadine Sapotnik / Gerhard Bläske, Schwäbische Zeitung
Kategorie: Wirtschaft in überregionalen Printmedien
  • „Thyssenkrupp: Im Auge des Sturms“: Jürgen Berke, Wirtschaftswoche
  • „Die Akte Unister“: Heinz-Roger Dohms / Thomas Steinmann / Jens Brambusch, Capital
  • „VW-Affäre“: Kayhan Özgenc / Jan C. Wehmeyer, Bild am Sonntag
Kategorie: Förderpreis
  • Anna Gauto, Wirtschaftswoche und Handelsblatt
  • Katja Scherer, Impulse und Die Zeit

Internet

Kategorie: Wirtschaft Online

Innovation / Unterhaltungssendung

  • Panama Papers„: Bastian Obermayer / Frederik Obermaier / Vanessa Wormer / Katrin Langhans / Mauritius Much / Hannes Munzinger, Süddeutsche Zeitung (Print)
  • „Zeit der Kannibalen“: Stefan Weigl (Red. Andrea Hanke, Milena Maitz, Georg Steinert, Conrad Cornelius), ARD (WDR,BR), Arte (Fernsehen)
20.09.2017

Shortlist Ernst-Schneider-Preis 2017

Ergebnis von 11 Vorauswahlkommissionen, gegliedert in Fernsehen, Hörfunk, Print, Internet und Innovation / Unterhaltungssendung.

Fernsehen

Kategorie: Große Wirtschaftssendung 1. „45 Min – Der VW-Krimi„: Christine Adelhardt / Svea Eckert (Red. Jochen Graebert), NDR 2. „PanamaPapers – Im Schattenreich der Offshorefirmen“: Nils Casjens / Christian Deker / Willem Konrad / Elena Kuch / Jan Lukas Strozyk (Red. Julia Stein / Stephan Wels) 3. „Die Lachs-Industrie„: Andrea Hauner (Red. Nils Casjens), NDR 4. „Deutschlands große Clans – Die C&A Story„: Dr. Manfred Oldenburg / Annebeth Jacobsen (Red. Stefan Brauburger / Anja Greulich / Stefan Mausbach), ZDF 5. „Whistleblower – Allein gegen das System„: Carmen Meyer / Holger Ernst (Red. Jörg Seibold), DW 6. „Milliarden für Millionäre – Wie der Staat unser Geld an Reiche verschenkt„: Jan Schmitt (Red. Petra Nagel / Martin Suckow), ARD (WDR) 7. „Einsame Spitze – Top Manager am Limit„: Tina Soliman (Red. Barbara Biemann), ARD / NDR 8. „Das Märchen vom sauberen Auto„: Stefan Tiyavorabun / Reinhold Erz (Red. Harald Schibrani), SWR Kategorie: Kurzbeitrag 1.“Minuszinsen“: Steffen Clement (Red. Sabine Elke), ARD / hr 2. „Im Zinstief – Gesetzliche Rente rentabler als private Vorsorge“: Stefan Jäger (Red. Sabine Elke), ARD / hr 3. „Rentenbesteuerung: Doppelt abkassiert vom Staat“: Stefan Jäger (Red. Brigitte Schalk / Clemens Bratzler), ARD / hr / SWR 4. „Scanner / Niedrigzinsen: Bankgebühren“: Michael Houben (Red. Antje de Levie), WDR 5. „Made in Hessen“: Dr. Eva Reichhardt (Red. Frank Böhm), hr 6. „Teurer Lobbyismus: Milliardengeschenke für Superreiche„: Jan Schmitt / Achim Pollmeier (Red. Georg Restle / Nikolaus Steiner), ARD /WDR

Hörfunk

Kategorie: Große Wirtschaftssendung 1. „Leuna – Ein Schicksal aus Chemie“: Matthias Baxmann (Red. Katrin Wenzel), MDR 2. „Das brand eins Magazin zum Hören“ (Schwerpunkt ‚Lust‘)“: Christian Bollert (Red. Marcus Engert), Detektor.fm 3. „Produktionsstandort Deutschland ist wieder in“: Ines Burckhardt (Red. Wolfgang Heinemann), NDR 4. „Die teilende Gesellschaft (12-teilige Serie)“: Diverse AutorInnen (Red. Gabor Paal / Detlef Clas), SWR 5. „Abschied vom Faktor Mensch„: Jörn Klare (Red. Joachim Dicks), NDR 6. „Frauen in der Musikwirtschaft: Pop ist kein weißer, heterosexueller Mann„: Isabelle Klein / André Beyer (Red. Gregor Schenk), Detektor.fm 7. „Arbeit 4.0 – Die Zukunft von Handwerk und Industrie“: Karin Mayer (Red. Stefan Miller), SR 8. „Eine Welt ohne Bargeld: Bezahlen in der Zukunft„: Ursula Meyer (Red. Frank Christian Starke), WDR 9. „Die Festplatte auf Rädern: Welche Daten das Auto sammelt – und verrät“: Jan Rähm (Red. Ulrike Winkelmann), DLF 10. „Unter dem Brennglas. Die Ureinwohner der russischen Arktis im Kampf gegen Klimawandel und Konzerne„: Andrea Rehmsmeier (Red. Birgit Morgenrath), DLF 11. „Sex sells – Wie weibliche Unlust zur Krankheit wurde„: Dr. Eva Schindele (Red. Christiane Knoll“, DLF 12. „Von wegen autofrei! Mobilität in Bayern„: Stefan Schmid (Red. Frank Müller), BR Kategorie: Kurzbeitrag 1. „Handwerker ABC (11-teilige Serie)“: Regina Beck (Red. Regina Beck), SWR 2. „Wirtschaft erklärt“: Ines Burckhardt / Stefan Schlag / Nicolas Lieven / Liane Koßmann / Alex Drost / Tim Krohn / Markus Plettendorf / Franka Welz (Red. Adrian Feuerbacher), NDR 3. „Fragwürdige Cum Cum-Geschäfte“: Pia Dangelmayer / Wolfgang Kerler / Arne Meyer-Fünffinger (Red. Ingo Lierheimer / Carola Brand), BR 4. „Brexit (6-teilige Serie)“: Thorsten Ortmann (Red. Udo Kreuer), Radio NRW 5. „Erstes Containerschiff„: Marko Rösseler (Red. Michael Rüger), WDR 6. „Berufskraftfahrer“: Johannes Schiller (Red. Michael Kaste), MDR 7. „Problem oder Potenzial? Flüchtlinge auf dem Arbeitsmarkt“: Christian Schwalb (Red. Nicole Ritterbusch), Radio Bremen 8. „Briefwechsel der Woche: An die überfleißigen Deutschen“: Jan Seidel (Red. Sina Rosenkranz), SWR 9. „Weniger ist mehr: Die 4-Tage-Woche könnten alle nutzen“: Johannes Zuber (Red. Mathias Schneider), WDR 10. „Zukunft der Arbeit“: Karsten Zummack (Red. Ute Holzhey), rbb

Print

Kategorie: Wirtschaft in regionalen Printmedien 1. „Bonn macht erfinderisch„: Sabrina Bauer / Joshua Bung / Andreas Dyck / Fabian Voegtle, General-Anzeiger Bonn 2. „Die Missverstandenen“: Dirk Fisser, Neue Osnabrücker Zeitung 3. „Wie Flüchtlinge Hamburg verändern (Serie)“, Christoph Heinemann, Hamburger Abendblatt 4. „4 Flüchtlinge auf dem Weg in ein neues (Berufs-)Leben„: Christine Hochreiter / Martin Anton, Mittelbayerische Zeitung 5. „Von Mullahs und Moneten – Bremer Kaufleute erkunden den Iran„: Philipp Jaklin, Weser Kurier 6. „A-57 Horror-Autobahn und Lebensader„: Dr. Martin Kessler, Rheinische Post 7. „Das E-Auto kommt, doch wo bleiben die Jobs?„: Klaus Köster, Stuttgarter Nachrichten 8. „Ins Bergfreie fallen„: Marco Lauer, Tagesspiegel 9. „Mein erster Laden„: Miriam Opresnik, Hamburger Abendblatt 10. „Ich wollte einfach, dass endlich genug Geld da ist„: Lars Ruzic, Hannoversche Allgemeine Zeitung 11. „Unsere Bauern (Serie)“: Benjamin Wagener / Andreas Knoch / Klaus Nachbaur / Sigrid Stoss / Uwe Jauß / Ulrich Mendelin / Christoph Plate / Christoph Wartenberg / Marvin Weber / Nadine Sapotnik / Rezzo Schlauch / Gerhard Bläske, Schwäbische Zeitung 12. „Verlorene Heimat„: Ulrich Wolf, Sächsische Zeitung Kategorie: Wirtschaft in überregionalen Printmedien 1. „Die armen Kinder vom Silicon Valley: Moritz Aisslinger, Die Zeit 2. „Thyssen-Krupp: Im Auge des Sturms“: Jürgen Berke, Wirtschaftswoche 3. „Der mächtigste Preis der Welt“: Alice Bota / Kerstin Kohlenberg / Mark Schieritz / Wolfgang Uchatius, Die Zeit 4. „Die Milchmaschine„: Tanja Busse, Die Zeit 5. „Die Akte Unister“: Heinz-Roger Dohms / Thomas Steinmann / Jens Brambusch, Capital 6. „Um Laib und Krume„: Konrad Fischer / Katharina Matheis, Wirtschaftswoche 7. „Vitamin G! Wie Gier„: Christian Fuchs / Vanessa Guinan-Bank / Anne Kunze / Stephan Lebert / Yassin Musharbash, Die Zeit 8. „Das Tochter-Unternehmen“: Leo Klimm, Capital 9. „Das Märchen vom billigen Essen„: Kristina Läsker / Jonas Wresch, Stern 10. „Champions von morgen – Neue Technologien krempeln ganze Branchen um (Serie)“: Armin Mahler / Martin U. Müller / Marcel Rosenbach, Spiegel 11. „Die Enteignung des Privaten„: Marc Neller, Welt am Sonntag 12. „Panama Leaks„: Bastian Obermayer / Frederik Obermaier / Vanessa Wormer / Katrin Langhans / Mauritius Much / Hannes Munzinger, Süddeutsche Zeitung 13. „VW-Affäre“: Kayhan Özgenc / Jan C. Wehmeyer, Bild am Sonntag Kategorie: Förderpreis 1. Anna Gauto, Wirtschaftswoche und Handelsblatt 2. Gianna Niewel, Süddeutsche Zeitung 3. Florian Rinke, Rheinische Post 4. Katja Scherer, Impulse und Die Zeit 5. Benedict Wermter, FAS, taz und Ruhrnachrichten

Internet

Kategorie: Wirtschaft Online 1. „Kultstätte Kiosk – Trinkhallen im Wandel“: Sebastian Auer / Olaf Biernat, WDR 2. „Was ist uns Musik noch wert?“: Michael Bartlewski / Katrin Flocke / Robert Stöger / Frank Seibert, BR 3. „Kopenhagen zeigt der Welt, wie man Fahrrad fährt“: Daniela Becker, Wirtschaftswoche 4. „Brexit-Debatte in Cornwall: Danke fürs Geld. Und bye-bye“: David Böcking, Spiegel Online 5. „Stolze Kinderarbeiter“: David Böcking, Spiegel Online 6. „Krieg im Netz der Dinge“: Jannis Brühl / Vanessa Wormer / Simon Hurtz / Catharina Felke / Johannes Boie / Benedict Witzenberger / Elena Erdmann / Hakan Tanriverdi / Mirjam Hauck / Marvin Strathmann, Süddeutsche Zeitung 7. „Cash – Boom – Crash. Die wichtigsten Ökonomen und ihre Ideen“: Beate Clever / Sebastian Kirsch / Hassân Al Mohtasib, Wirtschaftswoche 8. „Was ich noch nie über Wirtschaft wissen wollte“: MESH 9. „Das bedingungslose Grundein-kommen verständlich erklärt“: Rico Grimm, Krautreporter 10. „Euros für Ärzte“: Markus Grill / S. Wehrmeyer / Ch. Elmer / I. Brees / H. Boytchev / A. Hauptmeier /Ch. Heinrichs / S. Jockers / H. Le Ker / I. Mayr / Philipp Seibt / Patrick Storz / A. Tack, Correctiv 11. „Hannovers Wasserstadt: So entstehen 1800 Wohnungen“: Volontäre Hannoversche Allgemeine Zeitung 12. „Paketzusteller – Vorurteile und Wahrheit“: Christian Hinkelmann / Felix Meschede / Aruna Valliappan, N-Joy 13. „Ein neuer Blick auf die Elbe“: Daniela Jaschob / Olaf Preuß, Die Welt 14. „Unser Leben als Pendler“: Lena Köhnlein / Christina Rentmeister / Phil Ninh / Sakander Zirai, Rheinische Post 15. „75 Jahre Derix Kaiserswerth“: Dr. Thomas Köster / Nathanel Keidel / Marion Menne-Mickler, WDR 16. „Ladensterben – Nahversorgung in Gefahr“: Steffen Kühne / Maximiliian Zierer / Marc Seibold, BR 17. „Der Fluch der gelben Schote“ : Andreas Menn / Anna Tabea Hönscheid, Wirtschaftswoche 18. „Monopoly der Weltmeere“: Max Mönch / Alexander Lahl, Arte.tv / ZDF 19. „Wettlauf gegen den Verfall“: Marcel Pauly / Lars-Marten Nagel, Die Welt 20. „Vom Ende der Dunkelheit“: Bernhard Riedmann / Stefan Schultz, Spiegel Online 21. „Der Sozialäquator“: Peter Schneider / Marko Rösseler / Andrea Kampmann, WDR 22. „20 Jahre T-Aktie“: Burghard Schnödewind / Anja Lordieck / Marc Brockmöller / Julian Herbst, Boerse.ARD.de 23. „Unsere Bauern“: Benjamin Wagener, Schwäbische Zeitung

Innovation / Unterhaltungssendung

1. „Hintergrund Deluxe“: Axel Naumer / Henning Bornemann (Red. David Rother / Hartmut Krause / Dominik Mercks / Michael Lohse, WDR, Hörfunk 2. „Fake News, Goldene Zeiten für Gerüchteköche“: Maximilian Nowroth / Konstantin Megas / Lea Dohle, Wirtschaftswoche, Print 3. „Realer Irrsinn: Illegale Solaranlagen im Braunkohlegebiet„: Daniel Sprenger (Red. Alicia Anker), NDR 4. „Zeit der Kannibalen“: Stefan Weigl (Red. Andrea Hanke), ARD / WDR, Fernsehen 5. „Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen“: Wirtschaftsredaktion, Rheinische Post, Print (29.06.2017)

Medienbrief 3/17

Schwierige Vermittlung von Wirtschaft In einer Umfrage des Ernst-Schnei­der-Preis, an der 230  Journalistinnen und Journalisten teilgenommen haben, sag­ten 76 Prozent der Befragten, dass Journalisten zu wenig tun, um die oft schwierigen wirtschaftliche Themen zu vermitteln. Zum Teil fehle dafür Zeit, zum Teil Fachwissen; im Radio und besonders im Fernsehen mangele es an Sendeplätzen. Das normale Wirtschaftsleben käme in der Berichterstattung oft zu kurz; auch wichtige Fragen der Geldpolitik und Wirtschaftspolitik würden zu wenig vermittelt. Insgesamt gewinnen Wirtschaftsthemen an Bedeutung. Das Interesse steigt an Digitalisierung (215 Nennungen), E-Mobilität (194), Altersvorsorge (194), Soziale Gerechtigkeit (164), Europa (162) und Zuwanderung (143). Alle Ergebnisse finden Sie unter: http://ernst-schneider-preis.de/umfrage2017/ Bald mehr digitale Radiosender Mit der Radiogruppe Antenne Deutschland und der Media Broadcast treten in Deutschland zwei neue private Radioanbieter auf den Markt. Am 7. Juni 2017 haben die Gruppen den Zuschlag für das sogenannte zweite DAB+ Multiplex erhalten. Das Unternehmerkonsortium hat die Möglichkeit, bis zu 18 Hörfunkkanäle zu nutzen. Willi Steul, Vorsitzender des Vereins Digitalradio Deutschland und Intendant des Deutschlandradios, begrüßte die Entscheidung. Durch die neue Senderkette erhöht sich die Zahl der bundesweit per DAB plus ausgestrahlten Hörfunkkanäle auf 31. Die Verbreitung von Digitalradios nimmt besonders in Autos zu. Wirtschaftsskepsis in Schulbüchern Wirtschaftsthemen werden in deutschen Schulbüchern oft nicht lebensnah vermittelt. Bei der Darstellung dominiert eine kritische Sichtweise auf Themen wie Industrialisierung und Globalisierung. Unternehmerische Dynamik und Unternehmensgründung werden zudem selten thematisiert. So die Ergebnisse der von zwei Professoren der Universität Siegen durchgeführten Studie „Marktwirtschaft und Unternehmertum in deutschen Schulen“, die im April vorgestellt wurde. Im Auftrag des Verbandes „Die Familienunternehmer“ untersuchten sie Rolle und Rezeption von Wirtschaftsthemen in 40 Schulbüchern. Schulbücher für die Fächer Erdkunde, Geschichte und Sozialkunde vertreten im Trend marktskeptische Haltungen. Beispielsweise wird Globalisierung „als ein Prozess interpretiert, bei dem es nur Verlierer gibt: Die Industrieländer verlieren Arbeitsplätze an die ‚Niedriglohnländer‘ und diese werden […] ausgebeutet“. Das Vertrauen auf den Staat als Problemlöser sei hoch, der Markt wird skeptisch betrachtet. Hingegen sind Schulbücher für das Fach Wirtschaft größtenteils ausgewogen. Insgesamt verzeichnet die  Studie eine tendenziell objektivere Darstellung von Wirtschaft im Vergleich zu einer älteren Erhebung aus dem Jahr 2010. BR will Fake News enttarnen Mitte Mai startete eine zwei Köpfe starke BR-Einheit zur Enttarnung von Falschnachrichten. Ihre Aufgabe: Gerüchte, „Fake News“ und Propaganda im Internet und den Sozialen Medien aufzudecken und richtig zu stellen. Der BR kooperiert auch mit dem „Verifikation“-Team der Tagesschau. Je nach Anlass sollen die Recherchen und Ergebnisse auf den verschiedenen Plattformen des Bayerischen Rundfunks ausgespielt werden. Das Team soll auch erklären, wie sich Gerüchte viral verbreiten. Personalisierte Radio-App im Sommer ARD und Deutschlandfunk entwickeln eine Audiothek-App. Jeder Nutzer kann ab Sommer mobil ein Wortprogramm aus 60 Wellen zusammenstellen. Die App ist personalisiert und bietet die Möglichkeit, sich vergleichbare Inhalte anzeigen zu lassen. Das Programm wird von Südwestrundfunk, Bayerischem Rundfunk und Radio Bremen entwickelt. Die privaten Sender kritisieren die Pläne als wettbewerbsverzerrende Expansion. Nachrichten in Europa meist kostenlos Zwei Drittel von 171 untersuchten europäischen Medienhäusern testen Modelle, um ihre Inhalte im Internet verkaufen zu können. Meist werden bestimmte Artikel nur gegen Bezahlung zugänglich gemacht (Freemium Model), manchmal ist nur eine bestimmte Anzahl an Inhalten frei zugänglich (Metered Model). Sender in den untersuchten Ländern bieten ihre Nachrichten in der Regel gratis an, sowohl öffentlich-rechtliche Sender als auch private. Auch bei den nur online verbreiteten Medien regiert weitgehend noch die Gratis-Kultur. In Deutschland offerieren auch Ableger von US-Marken wie Buzzfeed oder Huffington Post ihre Angebote kostenfrei. Die Untersuchung hat das Reuters Institute for the Study of Journalism herausgegeben. Mehr Werbung im Fernsehen Eine Abschwächung des Werbemarktes bei audiovisuellen Medien ist nicht in Sicht. Die Netto-Werbeumsätze des Fernsehens in Deutschland werden laut VPRT-Prognose 2017 um 2 bis 2,5 Prozent auf rund 4,7 Milliarden Euro steigen. Der Marktanteil von TV-Werbung könnte erstmals auf über 30 Prozent wachsen. Auch im Radio wird mehr geworben (plus 1,5 bis 2,0 Prozent); ein Anstieg auf rund 780 Millionen Euro. Während für die linearen Angebote mit einer stabilen Entwicklung und moderatem Wachstum gerechnet wird, prognostiziert der Verband für interaktiv verbreitete Angebote ein zweistelliges prozentuales Wachstum der Werbeumsätze. ZDFneo bietet viel Um den Spaß am Präsentieren, Kaufen und Wiederverkaufen geht es ab Montag, 26. Juni 2017, 19.30 Uhr, in der werktäglichen Händlershow „Viel zu bieten“ in ZDFneo. Vier Händler sind auf der Suche nach außergewöhnlichen, Dingen und Dienstleistungen. Geplant sind zunächst 20 Folgen der 45-minütigen Sendung. Upday wächst Die auf Samsung Handys vorinstallierte Nachrichten App Upday findet mehr Nutzer. Nach aktuellen IVW Zahlen kletterte das zum Medienkonzern Axel Springer gehörende Angebot bei der Mobilnutzung hinter Bild.de, Spiegel Online, Focus Online und n-tv.de auf Platz fünf. Upday erhöhte die Reichweite im Mai um zwanzig Prozent und erzielte in Deutschland 77 Millionen Visits.

Stimmungsbild Wirtschaftsberichterstattung 2017

Online-Umfrage Ernst-Schneider-Preis der IHKs: Journalisten sehen Defizite bei der Vermittlung von Wirtschaftsthemen (zu den grafisch aufbereiteten Ergebnissen der Umfrage) In einer deutschlandweiten Umfrage des Ernst-Schneider-Preis sagten 58 Prozent der befragten Journalistinnen und Journalisten, dass Wirtschaft in ihrer Tragweite für die Gesellschaft von Journalisten unterschätzt wird. 76 Prozent waren der Meinung, dass Journalisten zu wenig tun, um wirtschaftliche Themen zu vermitteln. Zum Teil fehle dafür Zeit, zum Teil Fachwissen; im Fernsehen und Radio mangele es an Sendeplätzen. An der Online-Umfrage haben 230 Journalisten (Vorjahr 158) teilgenommen. 81 gaben an für das Fernsehen zu arbeiten, 67 für Zeitungen, 30 für Zeitschriften, 56 für Onlinemedien, 42 für den Hörfunk; 28 Autorinnen und Autoren arbeiten frei, sechs sind für Nachrichtenagenturen tätig. Mehrfachnennungen waren möglich. Die Zahl der Antworten und die zahlreichen Anmerkungen der Befragten ermöglichen einen diffe-renzierten Blick auf den Wirtschaftsjournalismus. Wirtschaftliche Themen haben danach erhebliche Bedeutung für die Gesellschaft. Mit Sorge schauen viele Journalisten auf die aktuellen Diskussionen um Protektionismus und Freihandel. Sie sehen Erklä-rungsbedarf bei Entwicklungen wie Digitalisierung, E-Mobilität und Robotik, die Arbeit und Lebensplanung der Menschen verändern. Nach Einschätzung von 81 Prozent der Befragten bietet das Fernsehen nicht ausreichend Sendefläche zur Behandlung dieser Themen. 68 Prozent sehen einen vergleichbaren Mangel im Hörfunk. Anders sieht es im Internet und bei Print aus. Zum Internet sagen 55 Prozent, dass das Angebot an Wirtschaftsthemen dort ausreichend sei, bei Zeitungen und Zeitschriften sind es 79 Prozent. Die Qualität der Wirtschaftsberichterstattung bezeichnen 65 Prozent als mittelmäßig, 30 Prozent halten sie für gut, fünf Prozent für schlecht. Positiv angemerkt wurde die Qualität einzelner überregionaler Publikationen, auch das Bemühen mancher Lokalzeitung um Hintergrundberichte. Andererseits würden Ressourcen tendenziell abgebaut. Zu wenige Me-dien böten ihren Autoren Gelegenheit zu aufwändigen Recherchen, die jedoch nötig seien, da Wirtschaft stetig komplexer werde. Es fehlten Fachjournalisten, die politische Statements hinterfragten. So flögen „Politikern in Geberpose die Journalistenherzen zu. Wer höhere Renten fordert, setzt sich unreflektiert für ‚Verbesserungen‘ ein.“ Die Befragten nannten einen Trend zur Personalisierung und Skandalisierung, im Fernsehen ein Übermaß an Verbraucherberichterstattung. Kritisiert wurde, dass das Fernsehen zu viele Mainstreamthemen anbiete und dass die Nutzer des Internets sich zunehmend über ihre eigenen Ge-meinschaften informierten. Die Befragten wünschten sich mehr unvor-eingenommene Analysen, Darstellungen von Zusammenhängen und Distanz zu Presseberichten. Das normale Wirtschaftsleben käme in der Berichterstattung zu kurz, speziell Berichte über Unternehmen, ebenso die Geldpolitik und nicht zuletzt die Wirtschaftspolitik. Die personelle Besetzung in den Redaktionen hat sich bei 15 Prozent verbessert, bei 31 Prozent verschlechtert, bei 54 Prozent ist sie gleich geblieben. Eine Mehrheit von 63 Prozent hält ihre personelle Besetzung für nicht ausreichend. Immerhin findet knapp die Hälfte der Befragten (zehn Prozent mehr als im Vorjahr) genügend Zeit für Recherchen. Themen, an denen das Interesse nach Ansicht der Befragten steigen wird, sind: Digitalisierung (215 Nennungen), E-Mobilität (194), Alters-vorsorge (194), Soziale Gerechtigkeit (164), Europa (162) und Zuwan-derung (143). Zwei Themenkomplexe werden als Trendthemen des Jahres 2017 angesehen: Europa / Euro / „Brexit“ und der tiefgreifende Wandel der Wirtschaft durch die Digitalisierung. Die Befragten gaben eine Einschätzung zur künftigen Mediennutzung ab und beantworteten die Frage, worauf sich Wirtschaftsberichte kon-zentrieren werden. Bei der Berichterstattung über aktuelle Wirtschafts-themen nennt die Mehrheit das Internet. Hintergrundgeschichten und wirtschaftspolitische Beiträge sehen die meisten auch künftig bei Print. Die Lokalberichterstattung erwartet eine große Mehrheit der Befragten auf absehbare Zukunft in Zeitungen. Bei Service- und Verbraucherthemen liegt das Fernsehen in der Erwartung knapp vor dem Internet. Der Ernst-Schneider-Preis ist der Journalistenpreis der deutschen Wirtschaft. Er ist benannt nach dem Unternehmer und Kunstmäzen Ernst Schneider, der von 1963 bis 1969 Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages war. Der Preis der IHKs setzt sich für die Behandlung wirtschaftlicher Themen in den Medien ein und schreibt seit 1971 einen renommierten Autorenwettbewerb aus.