Ernst-Schneider-Preise 2020 erstmals in Filmgala verliehen

IHKs prämieren hervorragenden Wirtschaftsjournalismus –
Sonderpreis für hervorragende Wirtschaftsberichterstattung in Corona-Zeiten

Erstmals in einer Filmgala präsentiert der Ernst-Schneider-Preis die diesjährigen Preisträger. Geehrt wurden Journalistinnen und Journalisten in neun Kategorien. Aus mehr als 600 Beiträgen entschieden sich die Schlussjurys für die Preisträger 2020.

Die Präsentationen der Preisträger und ihrer Beiträge sind filmisch eingebettet in ein Gespräch zur aktuellen Lage des Wirtschaftsjournalismus. Er steht in diesem Jahr vor besonderen Herausforderungen. Möglichkeiten und Schwierigkeiten des Wirtschaftsjournalismus werden erörtert.

Die Ernst-Schneider-Preisträger 2020, ihre Beiträge und die Filmgala finden Sie auf der neu gestalteten Gala-Webseite:
http://preistraeger.ernst-schneider-preis.de

Preisträger 2020

Wirtschaft in überregionalen Printmedien
Henning Sußebach und Stefan Willeke, DIE ZEIT: Die Fee von Fulda

Wirtschaft in regionalen Printmedien
Dirk Fisser, Neue Osnabrücker Zeitung: Der Sanierer und seine Sauen

Print Förderpreis
Kim Torster, Weser Kurier

Hörfunk Große Wirtschaftssendung
Markus Metz, Bayerischer Rundfunk:
Sparen ohne Zinsen? Von der Bürgertugend zum Verlustgeschäft

Hörfunk Kurzbeitrag
Sabina Wolf, Bayerischer Rundfunk:
Hightech beim Autoklau: Keyless macht es Dieben leicht

Fernsehen Große Wirtschaftssendung
Ariane Riecker, Mitteldeutscher Rundfunk:
Die Investoren – Wie Macher und Glücksritter in den Osten kamen

Fernsehen Kurzbeitrag
Michael Haselrieder und Daniel Pontzen, ZDF:
Steuereintreiber bei Google & Co – Fiskus kassiert beim Mittelstand

Internet
Tagesspiegel Innovation Lab: „Wer profitiert vom Berliner Mietmarkt?“

Sonderpreis
Markus Gürne, Leiter Programmgruppe ARD Börse TV, und
Marcus Niehaves, Redaktionsleiter und Moderator ZDF WISO,
für die hervorragende Wirtschaftsberichterstattung in Corona-Zeiten 2020

Journalistenpreis der deutschen Wirtschaft

Der renommierte Journalistenpreis der deutschen Wirtschaft wird gestiftet von den deutschen Industrie- und Handelskammern. Er zeichnet journalistische Beiträge aus, die wirtschaftliche Zusammenhänge allgemein verständlich vermitteln und durch Relevanz, Recherche sowie Erzähltechnik herausragen. Aus mehr als 600 eingegangenen Beiträgen entschieden die Jurys in einem zweistufigen Auswahlverfahren über die Preisträger 2020. Die Jurys setzen sich aus Journalisten und Wirtschaftsvertretern zusammen. Der Ernst-Schneider-Preis wurde 2020 zum 49. Mal verliehen. Die Preissumme betrug insgesamt 55 000 Euro.

Die 50. Preisverleihung wird im Herbst 2021 in Düsseldorf stattfinden und von der IHK Düsseldorf ausgerichtet werden.

Die erste Filmgala für den Ernst-Schneider-Preis erstellte Ulrike Gehring, Produzentin der Frankfurter screen art productions GmbH, mit ihrem Team, die bereits seit vielen Jahren Partner des ESP e.V. ist. Die neue Webseite der Preisträger gestaltete Hartmut Käse, Berlin.

Für Rückfragen:
Dr. Hartmut Spiesecke
Geschäftsführer des Ernst-Schneider-Preis e.V.
01724356235
hartmut.spiesecke@koeln.ihk.de

Keine Veranstaltung zur Preisverleihung 2020

Leider müssen wir die Veranstaltung zur Verleihung des Ernst-Schneider-Preises am 04.11.2020 absagen. Die aktuelle Lage mit steigenden Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie lässt keine entspannte Feierlichkeit mit großer Gästezahl zu.

Selbstverständlich werden wir die ausgezeichneten Autoren mit ihren hervorragenden Wirtschaftsbeiträgen einem breiten Publikum vorstellen. Wir werden die Preisträger ab Mitte November auf originelle Weise auf unserer Webseite sowie in sozialen Netzwerken präsentieren. Guter Wirtschaftsjournalismus ist in diesem Jahr wichtiger als je zuvor. Ihn zu fördern bleibt unser Anliegen.



Ernst-Schneider-Preis 2019 vergeben

IHKs zeichnen hervorragenden Wirtschaftsjournalismus aus –
Sonderpreis für Gabor Steingarts „Morning Briefing“


Neun Preisträger wurden am Abend des 10. Oktober mit dem Ernst-Schneider-Preis ausgezeichnet. Die Preisgala fand auf der „MS RheinEnergie“ statt, die von Düsseldorf nach Köln fuhr. Mehr als 350 Gäste aus Wirtschaft, Journalismus und Politik aus ganz Deutschland nahmen an der Preisgala teil.

Katty Salié, bekannt aus dem ZDF-Kulturmagazin „aspekte“, moderierte die Preisgala in ihrer unnachahmlichen Art mit viel Charme und Witz. Der Kabarettist Konrad Beikircher präsentierte mit rheinischen Humor Ausschnitte seines Programms, mit dem er das Publikum bestens unterhielt. Dies passte perfekt zum Ort des Abends: dem Rhein. Er war das verbindende Element der sieben rheinischen Industrie- und Handelskammern Aachen, Bonn/Rhein-Sieg, Duisburg-Wesel-Kleve, Düsseldorf, Köln, Mittlerer Niederrhein und Bergische IHK. Sie richteten den strahlenden Event in diesem Jahr erstmals an besonderem Ort aus, nämlich auf dem Wasser.

Unter mehr als 500 eingegangenen Bewerbungen entschieden die Jurys in einem zweistufigen Auswahlverfahren über die Preisträger 2019. Prominente Laudatoren übergaben die Preise, darunter Sven Afhüppe, Chefredakteur des „Handelsblatt“, Ulrich Reitz, Wirtschaftschef von „n-tv“, und Sabrina Hoffmann, Publizistin und frühere Chefredakteurin des „Business Insider“.

Erstmals wurde 2019 ein Sonderpreis vergeben. Ihn erhielt der Publizist Gabor Steingart. Er hat mit seinem Morning Briefing eine innovative Form gefunden, relevante Informationen und pointierte Kommentierungen mit Podcasts mit interessanten Gesprächspartnern zu kombinieren. Das Ganze wird per Mail, zusätzlich auf Social Media ausgespielt: innovativ und informativ zugleich.

Der renommierte Journalistenpreis der deutschen Wirtschaft wird gestiftet von den deutschen Industrie- und Handelskammern. Er zeichnet journalistische Beiträge aus, die wirtschaftliche Zusammenhänge allgemein verständlich vermitteln und durch Relevanz, Recherche sowie Erzähltechnik herausragen. Die Jurys setzen sich aus Journalisten und Wirtschaftsvertretern zusammen. Der Ernst-Schneider-Preis wurde 2019 zum 48. Mal verliehen. Die Preissumme betrug insgesamt 55 000 Euro.
Berührend war neben den journalistischen Würdigungen auch die Vorstellung des Künstlers Friedhelm Pankowski. Er stellt seit 1971 die Preissymbole her, die auf einen studentischen Wettbewerb zurückgehen. Der damalige Designstudent Alfred Brendel hatte Pankowski um die Realisierung seines Siegesentwurfs gebeten. Das Preissymbol besteht aus galvanisierter Bronze und Glas.

Im Anschluss an die Preisgala war noch Gelegenheit zum lockeren Beisammensein, Gesprächen und lukullischen Leckereien auf dem Motorschiff. Oleg Jakushov sorgte für eine feurige musikalische Untermalung des Abends und fesselte die Gäste mit seinem Saxofon.

Die nächste Preisverleihung wird am 13. Oktober 2020 in Oberkochen stattfinden und von der IHK Ostwürttemberg ausgerichtet werden.

Die Ernst-Schneider-Preisträger 2019 sind:

Wirtschaft in überregionalen Printmedien

Isaac Anyaogu, Ankush Kumar und Petra Sorge für „Vergiftetes Dorf“, Spiegel

Wirtschaft in regionalen Printmedien
Miriam Opresnik für „Arbeiten im Alter 7teilige Serie“, Hamburger Abendblatt

Print Förderpreis
Lisa Büntemeyer, Impuls

Hörfunk Kurzbeitrag

Stephanie Kowalewski für „Bürokratie im Handwerk. Der zertifizierte Dübel“, Deutschlandfunk Kultur

Hörfunk Große Wirtschaftssendung
Heiner Wember (Red. Frank Christan Starke) für „Hallo Herr Kaiser – Was aus der guten alten Lebensversicherung wird“, WDR

Fernsehen Kurzbeitrag
Sabina Wolf (Red. Carl-Hermann Diekmann, Sebastian Hanisch) für „Sicherheitsnische: Smarte Haushaltsgeräte“, BR

Fernsehen Große Wirtschaftssendung
Dirk Laabs (Red. Markus Wennige) für „Geheimakte Finanzkrise – Droht der nächste Jahrhundert-Crash?“, ZDF

Internet
Der 23. Volontärsjahrgang des MDR: Johanne Bischoff, Sabine Cygan, Romy Heinrich, Martin Hoferick, Simon Klöppl, Konstantin Kumpfmüller, Jana Münkel, Alexander Polte, Wiebke Schindler, Pauline Vestring, (Red. Christian Bergmann, Anja Riediger, Jörg Wildermuth) für „Den Daten auf der Spur“, MDR

Sonderpreis
Gabor Steingart für „Steingarts Morning Briefing“

Der Ernst-Schneider-Preis zeichnet journalistische Beiträge aus, die wirtschaftliche Zusammenhänge allgemein verständlich vermitteln und durch Relevanz, Recherche sowie Erzähltechnik herausragen. Die Jurys setzen sich aus Journalisten und Wirtschaftsvertretern zusammen; die unabhängigen Journalisten sind in der Mehrheit. Die Preissumme wurde 2019 auf insgesamt 55 000 Euro angehoben.

Der renommierte Journalistenpreis der deutschen Wirtschaft wird gestiftet von den deutschen Industrie- und Handelskammern. Sie wurde in diesem Jahr von den sieben rheinischen IHKs gemeinsam ausgerichtet: Aachen, Bonn/Rhein-Sieg, Duisburg-Wesel-Kleve, Düsseldorf, Köln, Mittlerer Niederrhein und Bergische IHK.

Fotos können ab 11.10., 11 Uhr direkt von unserer Webseite heruntergeladen werden.

Gewinner 2018

Link zu den Fotos



Im Rahmen einer Festgala im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg wurde am heutigen Abend der Ernst-Schneider-Preis der IHKs verliehen. Aus mehr als 1 300 eingereichten Beiträgen wählten die Jurymitglieder die besten Beiträge in neun Kategorien aus.

Peter Esser, Vorstandsvorsitzender des Ernst-Schneider-Preis und Verleger der Mittelbayerischen Zeitung, sagt: „Wir zeichnen herausragenden Wirtschaftsjournalismus aus. Gründliche Recherche, attraktive und gut verständliche Erzählweise zu relevanten Themen sind die Merkmale unserer Preisträger. Wir danken der IHK Nürnberg für die ausgezeichnete Gastfreundschaft.“

Dirk von Vopelius, Präsident der IHK Nürnberg, erklärt: „Wir gratulieren den Preisträgern des Ernst-Schneider-Preises herzlich für ihre hochklassigen Beiträge. Der renommierte Journalistenpreis der deutschen Wirtschaft gibt gute Beispiele für kritischen und klugen Wirtschaftsjournalismus, von dem Leser, Hörer und Zuschauer profitieren.

Die Preisträger 2018 sind:

1. Internet (Dotierung 5.000 Euro)
Anja Lordieck und Julian Herbst (Red. Dr. Detlev Landmesser, Burghard Schnödewind), boerse.ARD.de für „Reich unterm Radar

2. Print
Wirtschaft in regionalen Printmedien (Dotierung 7.500 €)
Tobias Großekemper und Christoph Klemp für „Schacht matt im Hannibal“, Ruhr Nachrichten.

Wirtschaft in überregionalen Printmedien (Dotierung 7.500 €)
Caterina Lobenstein für „Warum verdient Frau Noe nicht mehr?“, Zeit
Förderpreis (Dotierung: Weiterbildung 2.500 €)
Hannes Vollmuth, Süddeutsche Zeitung

3. Hörfunk
Kurzbeitrag (Dotierung 5.000 €)
Benedict Witzenberger (Red. Johannes Berthoud) für „Was zwei Jahre Mindestlohn für Praktikanten verändert haben“, Puls BR
Große Wirtschaftssendung (Dotierung 7.500 €)
Stefan Schmid (Red. Frank Müller) für „Bargeld ade? Wie wir künftig bezahlen, BR

4. Fernsehen
Kurzbeitrag (Dotierung 5.000 €)
Julia Cruschwitz (Red. Anja Riediger) für „Indonesische Arbeitskräfte“, MDR
Große Wirtschaftssendung (Dotierung 7.500 €)
Hans Koberstein (Red. Hilde Buder-Monath / Claudia Ruete)für „Geheimakte VW – Wie die Regierung den Konzern schützt“, ZDF

5. Innovation (Dotierung 5.000 €)
Carolyn Braun, Marcus Pfeil, Björn Erichsen, Jakob Vicari und Bertram Weiß: „Die Superkühe“, WDR

Die IHK Nürnberg richtete die diesjährige Preisgala gemeinsam mit dem Ernst-Schneider-Preis e.V. aus. Die Nürnberger Rapper BrakLuL starteten mit einer originellen Begrüßung. Fernsehmoderatorin Barbara Hahlweg führte die rund 250 Gäste aus Wirtschaft, Medien und Politik charmant durch den Abend. Für die humoristischen Höhepunkte sorgten zwei satirische Einlagen des „Postillons“.

Der Ernst-Schneider-Preis wird von den Industrie- und Handelskammern vergeben. Er zeichnet journalistische Beiträge aus, die wirtschaftliche Zusammenhänge allgemein verständlich vermitteln und durch Relevanz, Recherche sowie Erzähltechnik herausragen.

Gewinner 2017

Autorinnen und Autoren von Arte, detektor.fm, Hamburger Abendblatt,
Hessischer Rundfunk, Radio Bremen, Süddeutsche Zeitung, WDR und
Wirtschaftswoche ausgezeichnet.

Im größten deutschen Wettbewerb für Wirtschaftspublizistik, dem von den
Industrie- und Handelskammern ausgeschriebenen Ernst-Schneider-Preis, sind heute (10. Oktober 2017) die Preise verliehen worden. Sie gingen an Autorinnen und Autoren von Arte, detektor.fm, Hamburger Abendblatt, Hessischer Rundfunk, Radio Bremen, Süddeutsche Zeitung, WDR und Wirtschaftswoche. Insgesamt wurden Preisgelder in Höhe von 52.500 Euro vergeben. Die ausgezeichneten Beiträge vermitteln auf besonders verständliche und interessante, oft spannende und unterhaltsame Weise wirtschaftliche Zusammenhänge. Sie wurden in Fernsehen und Radio ausgestrahlt, in Zeitungen gedruckt und online verbreitet. 15 Jurys hatten in einem mehrstufigen Verfahren die Gewinner ermittelt. Mitri Sirin vom Morgenmagazin des ZDF moderierte die 46. Verleihung des Journalistenpreises der deutschen Wirtschaft. Er begrüßte mit der Intendantin des rbb, Patricia Schlesinger, und dem Vorsitzenden des Ernst-Schneider-Preises, Peter Esser, 400 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Medien. In den Berliner Bolle Festsälen hatten sich zahlreiche Chefredakteure eingefunden, die als Laudatoren die Juryentscheidungen begründeten. Die Preisträger 2017 sind:

1. Internet (Dotierung 5.000 Euro)



Max Mönch und Alexander Lahl, Arte.tv / ZDF für „Monopoly der Weltmeere“
Die Autoren fragen wem das Meer gehört, wem die Rechte an Öl, Gas und Metallen zustehen, die dort lagern. Ihre Scrolldoku vermittelt in hoher Ästhetik und großer Verständlichkeit zentrale Aspekte eines wenig bekannten Wirtschaftsthemas, in dem es um Festlandssockel, Inseln und geologische Verbindungen zu Meeresschätzen geht.
Nominiert waren außerdem: Jannis Brühl, Vanessa Wormer, Simon Hurtz, Catharina Felke, Johannes Boie, Benedict Witzenberger, Elena Erdmann, Hakan Tanriverdi, Mirjam Hauck, Marvin Strathmann für „Krieg im Netz der Dinge“, Sueddeutsche.de, sowie Christian Hinkelmann, Felix Meschede,
Aruna Valliappan mit „Paketzusteller – Vorurteile und Wahrheit“, n-joy.de.
Die Jury sprach eine lobende Erwähnung aus für die Volontäre der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (Redaktion Michael Soboll) für „Hannovers Wasserstadt: So entstehen 1800 Wohnungen“, haz.de.

2. Print



Wirtschaft in regionalen Printmedien (Dotierung 7.500 €)
Miriam Opresnik für die Serie „Mein erster Laden“, Hamburger Abendblatt
Die Autorin löst eine Existenzgründerin aus der Statistik und erzählt die Geschichte der 35-jährige Jennifer Hinze, die einen gut bezahlten Job in der Hamburger Sparkasse kündigt, um ein veganes Feinkostgeschäft mit Café zu eröffnen. Die Gründerin macht ihr Geschäft komplett transparent, nennt Belastungen und Verpflichtungen, berichtet von Hoffnungen und Sorgen: eine emotionale, Mut machende Gründergeschichte, deren Ausgang die Leser mit Spannung verfolgten.
Nominiert waren auch Christine Hochreiter und Martin Anton für „4 Flüchtlinge auf dem Weg in ein neues (Berufs-)Leben“, Mittelbayerische Zeitung, sowie Benjamin Wagener und Team für „Unsere Bauern“, Schwäbische Zeitung.

Wirtschaft in überregionalen Printmedien (Dotierung 7.500 €)
Jürgen Berke für „ThyssenKrupp: Im Auge des Sturms“, Wirtschaftswoche
Der Autor ist als einziger Journalist dabei, als ThyssenKrupp eine Abwehrschlacht im Internet gewinnt. Codename des Cyberkriegs: White Amflora, benannt nach der ersten gentechnisch veränderten Kartoffel, die besonders viel Stärke enthält. Vorausgegangen waren monatelange, raffinierte Hackerangriffe aus dem Ausland, die sich sukzessive zu den zentralen Geschäftsdaten des Konzerns vorgearbeitet hatten.
Nominiert waren Heinz-Roger Dohms, Thomas Steinmann und Jens Brambusch mit „Die Akte Unister“, Capital, sowie Kayhan Özgenc und Jan C. Wehmeyer für „VW-Affäre“, Bild am Sonntag.

Förderpreis (Dotierung: Weiterbildung 2.500 €)
Ausgezeichnet wird Anna Gauto, Wirtschaftswoche, deren Texte aus Saudi-Arabien ökonomische Gründe für den Wandel im Land sichtbar machen.
Nominiert war Katja Scherer, Impulse / Zeit.

3. Hörfunk



Kurzbeitrag (Dotierung 5.000 €)
Christian Schwalb für „Problem oder Potenzial? Flüchtlinge auf dem Arbeitsmarkt“ (Red. Nicole Ritterbusch), Radio Bremen
Der Autor vermittelt in der Wochenserie tiefe Einblicke in US-amerikanische Integrationskonzepte von Migranten, die Arbeit in den Mittelpunkt der Eingliederung stellen, er zieht Parallelen zu Deutschland, vergleicht Pragmatismus mit Gründlichkeit, ordnet ein und bezieht Stellung.
Nominiert waren auch Regina Beck (Red. Regina Beck), „Handwerker ABC“, SWR, und Thorsten Ortmann (Red. Udo Kreuer), „Brexit”, Radio NRW.

Große Wirtschaftssendung (Dotierung 7.500 €)
Christian Bollert, „Das brand eins Magazin zum Hören (Schwerpunkt ‚Lust‘)“ (Red. Marcus Engert), detektor.fm
Der Autor interviewt Autoren, Protagonisten der Geschichten und Experten, die in dem gedruckten Monatsmagazin eine Rolle spielen, vertieft Themen und stellt neue Bezüge her. Transparentes Storytelling, geschickte Verknüpfung von Print und Online sowie exzellente Dramaturgie kennzeichnen das Konzept, das Gräben zwischen den Mediengattungen zuschüttet.
Nominiert waren auch Jörn Klare (Red. Joachim Dicks) mit „Abschied vom Faktor Mensch“, NDR, und Ursula Mayer (Red. Frank C. Starke) mit „Eine Welt ohne Bargeld: Bezahlen in der Zukunft”, WDR.

4. Fernsehen



Kurzbeitrag (Dotierung 5.000 €)
Stefan Jäger für „Im Zinstief – Gesetzliche Rente rentabler als private Vorsorge“, ARD (hr, Red. Sabine Elke)
Der Autor deckt in dem „Plusminus“-Beitrag bei Beratern erstaunliche Wissenslücken über die Altersvorsorge auf und verdeutlicht die wirtschaftlichen Hintergründe der guten Rendite der gesetzlichen Rente, die zurzeit die von Lebensversicherungen und Riesterrenten übertrifft.
Nominiert waren außerdem Steffen Clement (Red. Sabine Elke) für „Minuszinsen“, ARD (hr), und Stefan Jäger (Red. Brigitte Schalk / Clemens Bratzler) für „Rentenbesteuerung: Doppelt abkassiert vom Staat“, ARD (SWR).

Große Wirtschaftssendung (Dotierung 7.500 €)
Jan Schmitt für „Milliarden für Millionäre – Wie der Staat unser Geld an Reiche verschenkt“, ARD (WDR, Red. Petra Nagel / Martin Suckow)
Mit bisher unveröffentlichten Dokumenten sowie Interviews mit Insidern und Zeitzeugen schildert der Autor, was Cum-Ex – Geschäfte auslösten: steuerlich motivierte Leerverkäufe von Aktien kurz vor dem Termin der Dividendenzahlung mit anschließendem Rückkauf, wodurch Anleger hohe Kapitalertragssteuern erstattet bekamen, die nicht abgeführt wurden. Der Film ist ein Wirtschaftskrimi zu einem Staat und Steuerzahler betreffenden Thema. Er lebt von prominenten Protagonisten, ist gut erzählt und politisch verankert, denn drei Finanzminister schafften es nicht, eine Lücke im Gesetz zu schließen.
Nominiert waren auch Andrea Hauner (Red. Nils Casjens) für „Die Lachs-Industrie“, NDR, sowie Carmen Meyer und Holger Ernst (Red. Jörg Seibold) für „Whistleblower – Allein gegen das System“, Deutsche Welle.

Innovation / Wirtschaft in der Unterhaltungssendung (Dotierung 5.000 €)



Bastian Obermayer, Frederik Obermaier, Vanessa Wormer, Katrin Langhans, Mauritius Much, Hannes Munzinger: „Panama Papers“, SZ
Das Team der Süddeutschen Zeitung gab durch die internationale Auswertung zugespielter Daten eine zeitgemäße journalistische Antwort auf ein weltumspannendes Thema und löste öffentliche Debatten über Steuerschlupflöcher, Steueroasen und Steuermoral aus. Die Artikel über die Anwaltskanzlei Mossack Fonseca, die 200.000 Briefkastenfirmen eintrug, Offshore-Firmen verwaltete und Dienstleistungen im Graubereich des Rechts anbot, sind hervorragend aufbereitet und haben durch die Zeichnungen von Peter M. Hoffmann ein charakteristisches Aussehen bekommen.
Nominiert war Stefan Weigl (Red. Andrea Hanke, Milena Maitz, Georg Steinert, Conrad Cornelius) für „Zeit der Kannibalen“, ARD (BR, WDR), ARTE.

 

 
Über den Internetpreis entschieden:
Peter Esser, ESP e.V., Florian Hager, Geschäftsführer funk, Rosemarie Schuster, Geschäftsführerin Techcast, Jochen Wegner, Chefredakteur Zeit Online, Jennifer Wilton, Ressortleiterin Investigativ und Reportage WeltN24.

Die Entscheidungen in der Printjury trafen:
Hartmut Augustin, Chefredakteur Mitteldeutsche Zeitung, Dr. Achim Dercks,
stv. Hauptgeschäftsführer DIHK, Ralf Geisenhanslüke, Chefredak-teur Neue Osnabrücker Zeitung, Sven Gösmann, Chefredakteur dpa, Klaus Schrotthofer, Geschäftsführer Zeitungsverlag Neue Westfälische.

In der Hörfunkjury arbeiteten:
Dr. Robin Houcken, ESP e.V. und Geschäftsführer Looping Studios, Stephan
Schmitter, Geschäftsführer RTL Radio Center Berlin, Andreas-Peter Weber, Programmdirektor Deutschlandfunk, Valerie Weber, Hörfunkdirektorin WDR.

Die Fernsehjury bestand aus:
Manuela Kasper-Claridge, Leiterin Wirtschaft und Wissenschaft DW, Dirk Müller, Geschäftsführer Infonetwork RTL, Christian Nitsche, Chefredakteur BR, Christoph Singelnstein, Chefredakteur und stv. Programmchef rbb, Frank Thewes, Bereichsleiter Kommunikation DIHK.

Der Ernst-Schneider-Preis ist der Journalistenpreis der deutschen Wirt¬schaft. Der Preis ist nach dem Unternehmer und Kunstmäzen Ernst Schneider benannt, der von 1963 bis 1969 Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages war. Mit dem höchstdotierten Preis im Wirtschaftsjournalismus zeichnen die Industrie- und Handels¬kammern seit 1971 Beiträge aus, die den Bür¬gern mehr Wissen über wirt¬schaftliche Zusammenhänge vermitteln und die Medien ermutigen, neue Schritte bei der Vermittlung von Wirtschaft zu gehen.