Jurys komplettiert

Die Jurys für den Ernst-Schneider-Preis 2015, der dieses Jahr von der Handelskammer Hamburg ausgerichtet wird, sind nun vollständig.

Die Eintscheidungen in der Kategorie Print treffen:

  • Rainer Esser, Geschäftsführer Die Zeit
  • Brigitte Fehrle, Chefredakteurin Berliner Zeitung
  • Dr. Dagmar Gaßdorf, Herausgeberin Ruhr-Revue und Vorstandsmitglied Ernst-Schneider-Preis
  • Lars Haider, Chefredakteur Hamburger Abendblatt
  • Fritz Horst Melsheimer, Präses Handelskammer Hamburg

In der Schlussjury Fernsehen arbeiten:

  • Susanne Biedenkopf-Kürten, Leiterin Hauptabteilung Wirtschaft, Recht, Service, Soziales, Umwelt, ZDF
  • Prof. Thomas Kleist, Intendant Saarländischer Rundfunk
  • Dr. Walter Richtberg, Vorstandsvorsitzender Ernst-Schneider-Preis
  • Prof. Hans-Jörg Schmidt-Trenz, Hauptgeschäftsführer Handelskammer Hamburg
  • Sonja Schwetje, Chefredakteurin n-tv

Im Hörfunk entscheiden:

  • Andreas Bartmann, Vizepräses Handelskammer Hamburg und Geschäftsführer Globetrotter Ausrüstung GmbH
  • Marzel Becker, Geschäftsführer und Programmdirektor Radio Hamburg
  • Peter Esser, Herausgeber Mittelbayerischer Verlag und Vorstandsmitglied Ernst-Schneider-Preis
  • Joachim Knuth, Hörfunkdirektor NDR
  • Birgit Wentzien, Chefredakteurin Deutschlandfunk

Die Jury in der Kategorie Internet setzt sich zusammen aus:

  • Ute Brüssel, Bereichsleiterin Kommunikation DIHK
  • Dr. Robin Houcken, Geschäftsführer Nordpol+Hamburg Agentur für Kommunikation GmbH
  • Philipp Jessen, Chefredakteur Stern Online
  • Juliane Leopold, Chefredakteurin Buzzfeed Deutschland
  • Burghard Schnödewind, Leiter boerse.ARD.de

Aufgrund der Fülle der Einreichungen tagen im Frühjahr zehn Vorjurys. Sie wählen die besten Beiträge aus, über die die Schlussjurys urteilen. Die Shortlist mit den Nominierungen veröffentlichen wir, wenn die letzte Jury entschieden hat. Bei Beiträgen aus dem eigenen Haus enthalten alle Juroren sich der Stimme.

Medienbrief 1/15

Große Resonanz auf Ernst-Schneider-Preis

2015 Beteiligung Archiv 02Die Macht der Algorithmen, Frauen in Führungspositionen, Integration von Flüchtlingen, kaputte Straßen und Brücken, Steuermoral, Freihandelsabkommen, Abneigung gegen Massentierhaltung, Geschäfte mit Russland, Share Economy, Energiewende, Fairtrade, Gesundheitswirtschaft – mehr als tausend Beiträge sind zum Ernst-Schneider-Preis 2015 eingereicht worden. Zehn Jurys werden im Frühjahr Vorauswahlen treffen. Für die Schlussjurys haben bereits zugesagt: Joachim Knuth, Hörfunkdirektor NDR, Birgit Wentzien, Chefredakteurin Deutschlandfunk, Juliane Leopold, Chefredakteurin BuzzFeed Deutschland, Philipp Jessen, Chefredakteur Online Stern, Burghard Schnödewind, Leiter ARD.de, Rainer Esser, Geschäftsführer Zeit, Lars Haider, Chefredakteur Hamburger Abendblatt und der Präses der Handelskammer Fritz Horst Melsheimer. Die Preisverleihung 2015 richtet die Handelskammer Hamburg im Rahmen ihres 350jährigen Jubiläums am 20. Oktober aus. Jörg Thadeusz moderiert den Abend.

Freie Wahl des Arbeitsplatzes

Das Handelsblatt will eine „multimediale Reporter-Zeitung“ werden. Nach den Vorstellungen von Herausgeber Gabor Steingart können Redakteure künftig selbst entscheiden, wo und wie sie ihre Arbeit erledigen. Das neue Redaktionskonzept soll die Rituale des „im überkommenen Industriezeitalter verwurzelten Modells von der allmächtigen Redaktionszentrale“ ablösen. Nach Willen von Steingart soll die neue Struktur es ermöglichen, dass die Redakteure deutlich häufiger „rausgehen und mit lebenden Menschen reden”.

Neue Website, Facebook, Twitter

Der Ernst-Schneider-Preis hat eine neue Website, die bis zu 800 Besucher am Tag anzieht. Seit kurzem ist der Preis auch auf Facebook sowie Google Plus aktiv und twittert. Knapp hundert Follower haben die Social Media Auftritte erreicht:

Reichweitenstarkes Radio

Radio nutzen mehr Menschen als das Internet und das Fernsehen; für die meisten ist es Stimmungsbegleiter. Aber auch die informationsbasierten Programme wie NDR info, B5 aktuell und MDR info haben einen hohen Zuspruch. Aktuell verweilen die Hörer hier 84 Minuten pro Tag (Media Perspektiven 10/2014). Die Gründe der Programmbindung liegen in den verlässlichen Informationen, der Einordnung und Kommentierung des Tagesgeschehens.

Aus für Wall Street Journal Deutschland

Nach zwei Jahren war Schluss. Rupert Murdoch stellte Ende 2014 das „Wall Street Journal Deutschland“ ein. Die digitale Zeitung kam zuletzt auf 900.000 Visits pro Monat, Konkurrent Handelsblatt verzeichnete 19 Millionen Besuche. Im Januar 2012 war die Redaktion mit dem Ziel angetreten, zum führenden Anbieter von internationalen Finanz- und Wirtschaftsnachrichten zu werden.

Neue Gründershow

Die erfolgreiche Gründerserie „Höhle der Löwen“ (Vox) findet Nachahmer. Kabel 1 will am 31. März eine Startup-Show im Gastro-Bereich ausstrahlen. In „Gutes Essen zahlt sich aus“ stellen Gründer ihre Restaurant-Konzepte vor. Die Gewinner sollen ihre Konzepte innerhalb von 48 Stunden mit dem Geld der Investoren realisieren.

Neues zum 50. vom WDR

Vom 24. August bis zum 4. September testet der WDR eine Reihe neuer Fernsehsendungen. Anlässlich des 50jährigen Bestehens verspricht Fernsehdirektor Jörg Schönenborn überraschende Formate. Auch etablierte Sendungen wie die Wirtschaftssendung „markt“ sind aufgerufen Neues zu wagen.

Feingeist-Magazin

denkzeitDer ehemalige „Focus“-Chefredakteur Wolfram Weimer bringt gemeinsam mit der Autorenzeitschrift Schweizer Monat das neue Magazin „Denkzeit“ heraus, das sich eigenen Angaben zufolge an die „unternehmerisch denkende Elite“ wendet. Das E-Magazin bietet „kantige Inhalte jenseits der windigen News(un)kultur“, so Chefredakteur René Scheu. In der ersten Ausgabe kommen unter anderem Peter Sloterdijk und Josef Ackermann zu Wort. Das Magazin kann kostenlos heruntergeladen werden: http://www.wirtschaftskurier.de/denkzeit

 

Rheinische Post mit Digitaler Wirtschaft

Die in Düsseldorf erscheinende Rheinische Post führt einen neuen regelmäßigen Schwerpunkt „Digitale Wirtschaft“ ein. Chefredakteur Michael Bröcker sieht in dem Thema einen wichtigen Aspekt der künftigen Wirtschaftsberichterstattung. Eine Gruppe von Redakteuren, Journalistenschülern, Grafikern und Technikern (interne Bezeichnung „Wilde 13“) entwickelt derzeit entsprechende digitale Formate.

In Zukunft gedruckt

Wie das Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag des Wirtschaftsmagazins „Capital“ bei fast 500 Entscheidern aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung ermittelte, bevorzugen gut zwei Drittel der Befragten Informationen auf Papier. Obwohl sich viele auch im Netz über das aktuelle Geschehen informieren, ist die überwältigende Mehrheit davon überzeugt, dass die gedruckte Zeitung Zukunft hat: 80 Prozent der Entscheider erwarten, dass die Zeitung in Zukunft auch in gedruckter Form eine große Rolle spielen wird. Unter den 496 Befragten waren 70 Vorstände aus Konzernen sowie 18 Ministerpräsidenten und Minister und 22 Leiter von Bundesbehörden.

Vier Minuten online

Meedia hat anlässlich des Starts von „Krautreporter“ die Aufenthaltsdauer von Online-Lesern ermittelt. Krautreporter ist im Oktober 2014 mit längeren Reportagen gestartet. Das Online-Magazin will per Crowdfunding unabhängigen Journalismus finanzieren. Die Leser verweilen knapp sechs Minuten auf dieser Seite. Zum Vergleich: Auf Spiegel Online hält sich ein Nutzer im Durchschnitt fast fünf Minuten auf, bei Bild.de ist es etwas weniger. Bei Focus Online und Welt.de liegt die Verweildauer um die drei Minuten. Auch ein Lesemedium wie Zeit Online kommt nur auf knapp vier Minuten.

Fernseh-News auf Facebook

„The One Thing” heißt eine knapp zweiminütige Nachrichtensendung, die für Nutzer von Facebook konzipiert ist. Das Format liefert der amerikanische Sender ABC. Wer das soziale Netzwerk mobil nutzt, was die meisten der mittlerweile rund 1,3 Milliarden Nutzer machen, verfügt meist aber über geringe Bandbreiten, was das Abspielen von Videos erschwert.

Wer zahlt wie viel fürs Fernsehen?

Aus einem Gutachten des Bundesfinanzministeriums lässt sich ablesen, wie viel sich andere Länder öffentlich-rechtlichen Rundfunk kosten lassen. Die höchste Rundfunkgebühr zahlen Schweizer mit 384 Euro im Jahr (Deutschland 216 Euro). Auch Skandinavier zahlen zum Teil deutlich mehr. Am geringsten ist der Rundfunkbeitrag in Portugal mit 27 Euro im Jahr. Die in dem Gutachten analysierten 31 Länder finanzieren ihren Rundfunk entweder über Gebühren, Steuern, Werbung oder wie in den USA über Spenden.

Update zum Gutachten über die Rundfunkgebühren: Eine Mitarbeiterin des NDR informierte uns: „Das Gutachten ist nicht vom Bundesfinanzministerium, sondern vom wissenschaftlichen Beirat des Ministeriums. Dieser Beirat ist unabhängig, wählt sich selbst seine Themen und gerade in diesem Fall war das Ministerium sehr interessiert daran, nicht zu dem Papier Stellung zu nehmen.“ (18.02.2015)

Download Medienbrief 1/15

Ernst-Schneider-Preis der IHKs wächst

2015 Beteiligung Archiv 02Mehr als tausend Beiträge im Wettbewerb 2015 / Zahl der Online-Beiträge verdreifacht / Erklärung wirtschaftlicher Folgen und Entwicklungen zunehmend relevanter

1031 Artikel, Fernsehbeiträge, Online- und Hörfunkstücke haben Medien zum größten deutschen Wettbewerb für Wirtschaftspublizistik, dem Ernst-Schneider-Preis der Industrie- und Handelskammern (IHKs), eingereicht – in einzelnen Kategorien deutlich mehr als in den Vorjahren. Öffentlich-rechtliche Sender, private Anbieter wie RTL, Pro7, n-tv, Vox und Sky, Printtitel wie ZEIT, F.A.Z., taz, Welt, Spie­gel, Focus, Geo, Stern und Süddeutsche Zeitung, dazu bekannte Wirtschaftsmagazine und zahlreiche Regionalzeitungen sowie Onlineportale beteiligten sich an der 44. Ausschreibung.

Die Beiträge decken alle Facetten der Wirtschaft ab. Sie beschreiben auf außergewöhnliche Weise, wie Menschen heute arbeiten, wovon sie leben und wofür sie Geld ausgeben. Dabei schildern die Autoren Zusammenhänge, die zum Verständnis von Wirtschaft notwendig sind. Sie setzen zunehmend auf crossmediale Möglichkeiten und nutzen die Vorteile des Internets. Viele Beiträge stützen sich auf herausragende Recherchen; manche decken Skandale auf. Spannend sind die Einreichungen, die veranschaulichen wie neue Technologien Unternehmen und Gesellschaft verändern.

2015 beschäftigten sich Journalisten mit der wachsenden Macht der Algorithmen, mit Frauen in Führungspositionen, der Integration von Flüchtlingen, kaputten Straßen und Brücken, mit Steuermoral, wachsender Abneigung gegen Massentierhaltung, Freihandelsabkommen, Geschäften mit Russland, Share Economy, der Wirkung des Onlinehandels auf die Innenstädte, neuen Arbeitsmodellen, der Energiewende, Gesundheitswirtschaft und nicht zuletzt mit Fairtrade.

Fernsehredaktionen wählten 211 Sendungen aus, der Hörfunk schickte 85 Beiträge. 648 Artikel stammen von Zeitungen und Zeitschriften, darunter Dossiers und Themenseiten; Printmedien schlugen 17 Nachwuchsjournalisten für den Förderpreis vor. Um den Onlinepreis bewerben sich 87 Websites.

Zehn Jurys werden Vorauswahlen treffen. Über die insgesamt neun Preise entscheiden Ju­rys, die überwiegend aus Vertretern der Medien zusammengesetzt sind. Die diesjährige Preisverleihung richtet die Handelskammer Hamburg im Rahmen ihres 350jährigen Jubiläums am 20. Oktober aus. Jörg Thadeusz moderiert den Abend.

Download: Pressemitteilung als PDF

Letzter Aufruf Ernst-Schneider-Preis der IHKs

Einsendeschluss für Wirtschaftsbeiträge: 22. Januar 2015

Update: Wir sichten gerade die zahlreichen Einreichungen. Wir verschicken an die Einreicher Bestätigungen per Email, sobald eine Einreichung erfasst wurde. Dies kann bei der Fülle der Einreichungen bis zu 2 Wochen dauern. Sollte dann keine Bestätigung eingetroffen sein, bitten wir um Rückfragen per E-Mail.

Bis zum Donnerstag kommender Woche können Autoren und Redakteure noch Bei­träge aus allen Facetten der Wirtschaft zum Wettbewerb um den Ernst-Schneider-Preis einreichen. In den einzelnen Kategorien des höchstdotier­ten Wettbe­werbs im deutschen Wirtschaftsjournalismus ste­hen in Fernsehen, Hörfunk, Presse und Internet Preise von insge­samt 52.500 Euro zur Verfügung. Gestiftet von den Industrie- und Handels­kammern zeichnet der Ernst-Schneider-Preis Journa­listen aus, deren Beiträge den Menschen Hinter­gründe und Zusam­menhänge der Wirt­schaft vermit­teln. Ausschrei­bungsunter­lagen sind unter „Ausschreibung“ abrufbar.

Die IHKs loben seit 44 Jahren den Journalistenpreis der deutschen Wirt­schaft aus. Die diesjährige Preisverleihung richtet die Handelskammer Hamburg am 20. Oktober aus. Der Preis ist nach dem früheren DIHK-Präsiden­ten, dem Unternehmer und Kunstmäzen Ernst Schneider benannt. Über die Ver­gabe ent­scheiden unabhängige Jurys, zusammen­ge­setzt aus jeweils drei Angehörigen der Medien und zwei Ver­tretern der Wirt­schaft.

Download Pressemitteilung

Medienbrief 5/14

14-05-01Neun Mal bester Wirtschaftsjournalismus
Eine glänzend aufgelegte Maybrit Illner moderierte in der Media City Leipzig die Verleihung des Ernst-Schneider-Preis 2014. 400 Gäste waren im Studio, noch einmal 600 sahen den Livestream. Karola Wille, die Intendantin des MDR, Jan Metzger, Intendant von Radio Bremen, Michaela Kolster, Phoenix-Chefin und unter anderem Hans Leyendecker zeichneten die Gewinner in neun Kategorien aus.

In der Höhle des Löwen
Das Gründer-Format „Die Höhle der Löwen“ war ein Erfolg. Zwei Millionen Zuschauer sahen die achtteilige Staffel um 20.15 Uhr bei Vox. Dem Sender bescherte die Wirtschaftsshow einen überproportional großen Marktanteil. In der Sendung präsentierten Kandidaten ihre Geschäftsideen und gaben Einblicke in ihre Kalkulationen. Das lud zum Mitentscheiden ein und war spannend, denn die Investoren engagierten sich mit eigenem Geld.

„Schreiberling“ für junge Leser
Der 19-Jährige Simon Grothe will mit seiner Redaktion Tagesspiegel.de-Lesern die Welt seiner Generation näher bringen – und in Teilen auch mit bestehenden Klischees aufräumen. Der Blog des Tagesspiegel heißt „Schreiberling“. In ihm geht es um Politik, Konzerte, Filme und das Berliner Stadtleben. Autoren berichten von Auslandsreisen oder ihrem Freiwilligen Sozialen Jahr. Unterstützt wird die junge Redaktion von Tagesspiegel-Redakteuren.

Tageszeitungen öfter digital
Immer mehr Leser beziehen ihre Tageszeitung als ePaper und lesen sie auf Tablet oder Handy. Die digitalen Auflagen aller Verlage wachsen – wenn auch von einer geringen Basis. Den größten Zuwachs verbuchten im letzten Jahr Die Welt, der Südkurier, die Rheinische Post und das Handelsblatt, wie das Medienmagazin Meedia ermittelte. Die Nummer 1 der ePaper heißt Süddeutsche Zeitung mit 30.000 verkauften Abonnements, fast gleichauf liegt die F.A.Z. vor Bild. Stärkste Regionalzeitung ist der ePaper-Pionier sh:z. Die schleswig-holsteinische Zeitungsgruppe verkauft 21.000 Abos.

Der Ernst-Schneider-Preis twittert
Der Ernst-Schneider-Preis ist ab sofort unter www.twitter.com/espreis auf dem Mikro-Blogging Dienst Twitter zu finden. Getwittert werden Links zu aktuellen Pressemitteilungen, Informationen zum laufenden Wettbewerb und zur Preisverleihung sowie Hinweise auf interessante Berichterstattungen im Wirtschaftsjournalismus. Wir laden alle Twitter-Nutzer ein, uns unter @espreis zu folgen.14-05-02


Was WISO kostet

Das ZDF hat die Kosten seiner Sendungen veröffentlicht. Pro Fernsehfilm, von denen jedes Jahr hundert produziert werden, entstehen Kosten von 1,4 Millionen Euro. Talkshows kosten bis zu 107.000 Euro. Für die Sport-Berichterstattung wendet das ZDF 227 Millionen Euro im Jahr auf. Vergleichsweise preiswert ist die Produktion des Wirtschafts- und Verbrauchermagazins „WISO“. Jede Sendung kostet 105.000 Euro.

Ein Land im Stillstand
14-05-03Günter Ederer, mehrfach mit dem Ernst-Schneider-Preis ausgezeichneter Journalist, hat mit Gottfried Ilgmann „Deutschland im  Stau“ ge­schrieben. Das Buch belegt den Verfall der Infrastruktur und rechnet nach, was das tägliche Verkehrschaos kostet. (Berlin-Verlag 19,99 Euro)

 

Unternehmen in Bewegung
14-05-04Die ehemalige Handelsblatt-Journalistin Petra Blum hat ein faszinierendes Buch über die Antworten geschrieben, die Unternehmen auf den gesellschaftlichen Wandel geben. „Mitarbeiter motivieren  und  Kunden  begeistern“ (Haufe-Verlag 29,95 Euro) nennt Beispiele, gibt Tipps, ist informativ und obendrein unterhaltsam.

 

Globales digitales Handelsblatt
Seit Anfang September gibt es eine Global Edition des Handelsblatt, die mit 20 Mitarbeitern in Berlin produziert wird. Die digitale Zeitung erscheint montags bis freitags um sechs Uhr New Yorker Zeit. Das ePaper wendet sich an ein internationales Publikum, das sich für die deutsche Wirtschaft, die Politik der Bundesregierung sowie die währungspolitischen Beschlüsse der Europäischen Zentralbank interessiert. Eingeführt wird die US-Ausgabe zum Jahres-Abo-Preis von 149,99 Euro.

Neue Netzgeschichten
2010 gründeten Xavier Damman und Burt Herman das Portal storify.com. Die Seite sammelt anhand von Suchbegriffen Informationen von Social-Media-Plattformen wie Facebook, Twitter, Instagram oder YouTube. Die Inhalte lassen sich thematisch zu Geschichten bündeln und können um eigene Texte ergänzt werden. Nach eigenen Angaben hat die Seite über eine Million Nutzer, darunter die BBC. In Deutschland gehören unter anderem „Bild“ und „Rhein-Zeitung“ zu den Nutzern.

Digitaler Journalismus
Die Landesanstalt für Medien (LfM) in Nordrhein-Westfalen hat die Studie „Digitaler Journalismus“ vorgelegt. Die Kernsätze lauten:

  • Nie hatten Journalisten und Redakteure intensiveren Publikumskontakt.
  • Kürzere Texte machen noch keinen mobilen Journalismus aus.
  • Soziale Netzwerke dienen dem Marketing, ergänzen den regulären Vertriebsweg und schaffen Community.
  • Das Publikum wird den Journalismus nicht ersetzen, da der Großteil der Nutzer nie dauerhaft in eine Produzentenrolle schlüpfen wird.
  • Sortierender, einordnender Journalismus bleibt unentbehrlich – obwohl Medien ihre frühere Informations- und Deutungshoheit verlieren und sich sogenannte Content-Parallelwelten herausbilden.

Radioplayer.de geplant
140 private Sender bereiten einen bundesweiten Radio-Onlineplayer vor. Initiator Hans-Dieter Hillmoth (FFH) verspricht Nutzern, den Radioempfang auf mobilen Geräten so einfach wie möglich zu gestalten. Eine Beteiligung der ARD mit ihren rund 80 Haupt- und Sonderprogrammen wird angestrebt. Mit radioplayer.de versucht die Branche nach englischem Vorbild eigene Marken intensiver zu nutzen. Im Netz konkurrieren Sender mit Streaming-Angeboten privater Plattformen, Musik-Diensten wie Spotify und Deezer sowie Musikkonzernen.