Archiv der Kategorie: Medien-Brief

Medienbrief 4/16

Shortlist 2016 online

2916 Preissymbol LupeElf Vorauswahlkommissionen haben im Frühjahr aus 1.200 Einreichungen zum Ernst-­Schneider-Preis die besten Wirtschaftsbei­trä­ge aus­ge­wählt. Hier finden Sie die Shortlist. Die Nominierungen zum Ernst-Schneider-Preis 2016 nehmen die Schlussjurys bis zum 21. September vor. Die Preise werden am 17. Oktober im Karlsruher ZKM, dem Zentrum für Kunst und Medien, verliehen.

Weniger Zeit für Wirtschaft

Interview158 Journalistinnen und Journalisten äußerten sich in einer Umfrage des Ernst-Schneider-Preises zur Lage des Wirtschafts­jour­na­lismus. Die personelle Besetzung ihrer Redaktion halten zwei von drei Befragten für nicht mehr ausreichend. Dadurch fehle Zeit für Recherche. Hier eine Auswahl der vielen Kommentare zur Qualität der Berichterstattung:

Es geht häufig nur darum, Krisen hochzuschreiben, aber weniger um Kontext und Einordnung.

Durch den Sparkurs in vielen Redaktionen fehlen Expertise, Fachwissen und Kontakte. Themen werden häufig erst dann gesetzt, wenn sie aktuell sind, Analysen und langfristige Einschätzungen finden immer weniger statt.

Ich sehe viele, teilweise unseriöse Verbrauchertests.

Im öffentlich-rechtlichen TV wird es zunehmend schwieriger, Zeit für die Recherche von Wirtschaftsthemen honoriert zu bekommen.

Seit der Finanzkrise macht sich eine kapitalismuskritische Sicht und eine Staatsgläubigkeit breit.

Es wird nicht über Deutschland hinausgedacht; Debatten, die andernorts geführt werden, werden hierzulande nicht wahrgenommen.

Im Vergleich zum angelsächsischen Raum neigen wir immer noch dazu komplexe Themen eher „akademisch“ anzugehen – mehr Mut zu Emotionen und ein stärkerer Alltagsbezug würde vielen vermeintlich „trockenen“ Themen gut tun.

Berichterstattung wird seit Jahren immer werbe- und pr-trächtiger

Kenntnisse werden weniger und Ideologie vernebelt den Rest.

Skandalisierung und Personalisierung, Be­die­nung (eigener und beim Leser vermuteter) vorgefasster Mei­nun­gen treten an die Stelle des kritischen Diskurses…. Starke Polarisierung, z.B.: Familienunternehmen sind gut, Konzerne schlecht. … Das Weltbild ist wichtiger als die Realität mit ihren interessanten, aber recherchebedürftigen Facetten.

Der neoliberale Mainstream aus den 90er-Jahren hält sich in den Wirtschaftsredaktionen hartnäckig und ignoriert die Wende in der Wissenschaft. Die meisten Wirtschaftsjournalisten hängen am Mund der Unternehmer und ihrer Verbände.

Das Internet hat die Qualität negativ beeinflusst, zu viele Schnellschüsse.

Abgesehen von einschlägigen Tageszeitungen wie dem Handelsblatt und auch der F.A.Z. gibt es wenig mediale Ecken, in denen täglich fundiert über Wirtschaftsthemen berichtet wird. Man erkennt die ausgeprägte Mediatisierung einzelner „Skandalthemen“ zu Lasten der Wirtschaftsberichterstattung.

Europameister Rumänien

In Europa schauen die Menschen unterschiedlich lange fern. Spitzenreiter sind die Rumänen mit täglich 340 Minuten, gefolgt von den Serben und Portugiesen (jeweils rund 300 Minuten). Deutschland rangiert mit 221 Minuten im Mittelfeld. Fast schon abstinent wirken dagegen die (deutschsprachigen) Schweizer mit 128 Minuten pro Tag.

Erkenntnisgewinn mit Gürne

Seit Mai hat der ARD-Wirtschaftsexperte Markus Gürne eine Sendung auf Phoenix. Der Leiter der ARD-Börsenredaktion moderiert das „Wirtschaftsforum“ aus der Frankfurter Börse sonntags um 13 Uhr. Bei kress.de sagte Gürne, die Zuschauerinnen und Zuschauern dürften auf Erkenntnisgewinn hoffen. Das „Wirtschaftsforum“ ist auch im Phoenix-Youtube-Kanal abrufbar.

Jeden Tag drei Stunden Radio

Drei von vier Personen schalten täglich das Radio ein und hören jeden Tag 173 Minuten, ermittelte eine Studien von ARD und ZDF. Mehr Zeit verbringen die Menschen nur vor dem Fernseher. Bei den Jüngeren ist die Hördauer auf 137 Minuten gesunken. Am Zeitbudget frisst das Internet, das im Durchschnitt täglich 107 Minuten genutzt wird.

Die Politiker und die Wahrheit

2016 Faktenzoom

Die Kölner Journalistenschule für Politik und Wirtschaft hat untersucht, ob die Aussagen von Politikern in Talkshows stimmen. Die angehenden Journalistinnen und Journalisten prüften die Aussagen von sieben Politikern in den Talkshows „Anne Will“, „Hart aber fair“, „Maybrit Illner“ und „Menschen bei Maischberger“. Der Erhebung zufolge war fast jede siebte Talkshow-Behauptung nicht zutreffend. Negativer Spitzenreiter war Frauke Petry (AfD) vor Markus Söder (CSU). Besser machte es der CDU-Politiker Armin Laschet.

Die Politik und die Unfälle

Nur fünf Prozent der Themen in der Tagesschau sind Wirtschaftsnachrichten. Bei RTL sind es drei Prozent. Am späteren Abend steigt der Wert: Bei den Tagesthemen auf acht, beim heute journal auf neun Prozent. Diese Zahlen ermittelte das Ifem Institut für 2015. Bei den öffentlich-rechtlichen Sendern dominieren in den Nachrichten politische Themen, bei den Privaten Alltagsthemen, Unfälle, Katastrophen sowie Kriminalität. Beide Sendergruppen berichteten ähnlich intensiv über die Flüchtlingskrise.

Snapchat vor Twitter

2016 SnapchatNach Angaben von Bloomberg verwenden täglich 150 Millionen Nutzer Snapchat. Vor sechs Monaten waren es noch rund 110 Millionen. Snapchat hat damit Twitter überholt. Snapchat ist bei Jugendlichen populär. Es funktioniert wie ein Tagebuch, das Nutzer temporär anderen zeigen. Die Nutzer teilen Fotos auf Snapchat, die oft mit Emoticons und bunten Zeichnungen versehen sind. Andere Nutzer können diese mit ihren Fotos kommentieren. Die verbreiteten Inhalte verschwinden nach einiger Zeit wieder. Der Nutzer kann auch „Events“ anwählen, die sogenannte „snaps“, und Fotos von verschiedenen Nutzern zu einem Thema zeigen.

Nachwuchs aus Köln

Die RTL-Journalistenschule wählt ihren neunten Jahrgang aus. Von 390 Bewerbern werden 28 Bewerber genommen, die die zweijährige Ausbildung durchlaufen. Die angehenden Fernseh- und Onlinejournalisten absolvieren Praktika bei in- und ausländischen Redaktionen, mittlerweile auch bei öffentlich-rechtlichen Sendern.

Gegen den Strom

OXI heißt eine Wirtschaftszeitung, die der frühere Chefredakteur der Frankfurter Rundschau Wolfgang Storz gegründet hat. „Oxi“, Nein auf Griechisch, bezieht sich auf die Haltung der Blattmacher gegen „Mainstream und Marktradikalismus“. Themen der ersten Ausgabe lauten „Arme denken nicht an morgen“ oder „Die wollen nicht wachsen. Spinnen die?“

Medienbrief 3/16

2016 LinkSusan Link wird in diesem Jahr die Verleihung des Ernst-Schneider-Preises moderieren. Die Feier findet am Abend des 17. Oktober im Karlsruher Zentrum für Kunst und Medientechnologie statt. Susan Link gehört seit fünf Jahren zum Team des ARD-Morgenmagazins und moderiert im Wechsel mit Anna Planken die Sendung. (Foto: Thomas Leidig)

Bessere Kommunikation mit irx
Einen neuen, speziellen Wirtschaftsinformationsdienst haben Bilanz-Herausgeber Arno Balzer und Karsten Stumm, früherer Chefredakteur von manager magazin Online, gegründet. Das Onlineportal heißt irx.eu. Sitz der Redaktion ist Frankfurt. Das Angebot ist werbefrei. Es finanziert sich über eine parallel und unabhängig angebotene Dienstleistung, die Daten aus sozialen Netzwerken auswertet und unternehmensspezifisch zum Dialog anbietet. Das soll die Kommunikation in den Sozialen Medien verbessern.

Inszenierung von Wirklichkeit
„Mein Opa schaut jeden Tag die Tagesschau, der glaubt da irgendwie dran.“ Dieses Zitat eines 16-Jährigen zeigt, dass mediale Inhalte, zum Beispiel Nachrichten, von manchen Menschen als Inszenierung von Wirklichkeit wahrgenommen werden. Nach Ansicht der Wirtschaftspsychologen des Rheingold Instituts kommt diese Sichtweise von der intensiven Nutzung sozialer Medien. Hier lernten die Nutzer Vermarkter ihrer selbst zu sein. Das verschiebe die Sichtweise auf etablierte Medien. Das Rheingold Institut, das diese Zusammenhänge erforscht, sieht in dem gewachsenen Misstrauen gegenüber klassischen Medien eine Spur, die zum Vorwurf der „Lügenpresse“ führt. Medienmacher müssten die Menschen stärker in ihrer Souveränität bestätigen und sie zugleich so dezent durch das Informationsangebot führen, dass sie sich ihrer Sehnsucht nach Schutz und Führung nicht bewusst werden.

Koalition der grünen Becher

2016 Gürne„Wir müssen mal reden“, heißt ein Videoblog von Markus Gürne. Der ARD-Börsenstudioleiter erklärt in einem Café gegenüber der Börse auf amüsante und  anschauliche Art Wirtschaftsthemen. Kaffeebecher dienen ihm dabei schon mal als Ölstaaten. In dem Blog erfahren Zuschauer, warum zum Beispiel der Ölpreis in letzter Zeit gesunken ist und welche Folgen diese Entwicklung hat.
http://multimedia.boerse.ard.de/wir-muessen-mal-reden#1789

Wo bleibt das Positive?

Die Wirtschaft kriselt, das Klima gerät aus den Fugen und der Krieg klopft an Europas Tür. 2016 Perspective DailyDies ist die Nachrichtenlage, die den Menschen oft präsentiert wird. Die Gründer der Website „perspective-daily.de“ haben sich vorgenommen, den Blick zu weiten und ein möglichst ausgewogenes und realistisches Weltbild zu vermitteln. Das Konzept hat unter Investoren viel Anklang gefunden. Am Ostermontag ging die Crowdfunding-Kampagne zu Ende. Mit über 12.000 zahlenden Mitgliedern wollen die Journalisten künftig komplexe Wirtschafts-, Politik und
Wissensthemen angehen. Die Jahresmitgliedschaft bei „perspective-daily“ kostet 60 Euro.
https://perspective-daily.de/unser-konzept

Bento findet Leser
In die Online-Informationsdienste kommt Bewegung.
Der auf eine junge Zielgruppe ausgerichtete Spiegel-Online-Ableger bento verzeichnet im März 7,6 Millionen Visits. Springers deutscher Business Insider hatte 3,1 Millionen Visits. Im Ranking, das meedia zusammenstellt, bedeutet dies Platz 23 beziehungsweise Platz 57.  Die beliebtesten Angebote bleiben mit weitem Abstand Bild.de, Spiegel Online und Focus Online.
http://meedia.de/2016/04/08/ivw-news-ranking-bento-startet-mit-76-mio-visits-deutscher-business-insider-mit-31-mio/

Youtuber machen Wirtschaft

„Was ich noch nie über Wirtschaft wissen wollte“ ist der Titel einer Serie, die von MESH Collective/UFA mit Unterstützung der Joachim Herz Stiftung 2016 Mesh2umgesetzt wird. Entstanden sind  26 Videos, in denen sich auf amüsante und verständliche Weise der Themenbereich Wirtschaft erschließt. Bekannte Youtuber, Social Media Stars und Rapper machen die kurzen Videos für junge Nutzer attraktiv. So spricht zum Beispiel Dr. Allwissend über Preise im Handel. „Die Klugscheisserin“ dekliniert in witziger Form Rechtsformen der Firmengründung durch. http://wasichnochnie.tumblr.com/

Europäische Digitalradio Allianz gegründet
Die ARD, DeutschlandRadio und mehr als 300 öffentlich-rechtliche und private Sender haben im März die Europäische Digitalradio Allianz gegründet. Zur ersten Präsidentin der Allianz wurde BBC-Radiochefin Helen Boaden gewählt. Die Initiative will den digitalen Radiostandard DAB+ zum Hauptverbreitungsweg für ihre Programme zu machen und die Geräteindustrie überzeugen, künftig nur noch Hybridgeräte für DAB+ und UKW-Empfang anzubieten.

Metropol Frankfurt
Die FAZ  arbeitet an einem Wirtschaftsmagazin für die Region Frankfurt mit dem Namen Metropol. Es soll am 29. Juni erscheinen. Der Preis beträgt 4,50 Euro, die Auflage 20.000 Exemplare.

Arbeit in der Nacht
2016 Lange NachtDie „Lange Nacht“ im Deutschlandradio ist ein Unikat in der Radiolandschaft, das am Wochenende jeweils ein Thema vertieft. Am 25./26 Juni geht es um Arbeit „Drum prüfe, wer sich ewig schindet“ (DeutschlandRadio Kultur Freitag auf Samstag 0 bis 3 Uhr und Deutschlandfunk Samstag auf Sonntag 23 bis 2 Uhr)

H 10 für Blitzleser
Zum 70. Geburtstag des Handelsblatts geht das Handelsblatt mit H 10 aufs Handy. Die mobile Abendzeitung bietet in einem Kurzangebot täglich zehn aufbereitete Themen.

Fremdkörper Wirtschaft
Der Autor und Moderator Jörg Thadeusz in einem SZ-Interview (19.3.2016): „Der öffentlich-rechtliche Rundfunk nähert sich der Wirtschaft teilweise nur nach der Art ‚dem Dämon auf der Spur‘.“

„Der Mensch lässt sich nur sehr ungern an die wirtschaftlichen Voraussetzungen erinnern, an die seine nackte Existenz gebunden ist.“
(Ernst Schneider 1900 – 1977)

Medienbrief 2/16

Juroren aus der ersten Reihe

2016 ZKM

Elf Vorjurys haben begonnen, die zum 45. Wettbewerb um den Ernst-Schnei­der-Preis eingereichten Beiträge zu bewerten. Es ist eine intensive Beschäftigung mit den besten journalistischen Artikeln zu den Hintergründen der Migration, zur Digitali­sierung der Wirtschaft, zum Onlinehandel, zu TTIP, zur Elektromobilität, dem Biobusiness, der schlechten Ver­kehrs- sowie IT-Infrastruktur und – wie nicht an­ders zu erwarten – zur Griechenlandkrise. Als Juroren für die Schlussjurys konnten bereits gewonnen werden: Peter Boudgoust, Intendant des SWR, Dr. Willi Steul, Intendant des DeutschlandRadios, Jan Metzger, Intendant von Radio Bremen, Christine Strobl, Geschäftsführerin der Degeto, Franziska Bluhm, Leiterin Digitale Vernet­zungen Handelsblatt und Kai Sturm, Chefredakteur von Vox. Die Preisverleihung richtet in diesem Jahr die IHK Karlsruhe aus. Die Feier wird am Abend des 17. Oktober im imposanten ZKM, dem Zentrum für Kunst- und Medientechnolo­gie, stattfinden (siehe Bild).

Kapitulation vor Kommentaren

Im Internet schwinden offenbar immer weiter die Hem­mungen. Aggressive, oft strafrechtliche relevante Kom­men­­tare unter veröffentlichten Artikeln nehmen zu. Eine Um­fra­ge des „Journalist“ im März 2016 hat ergeben, dass allein in den vergangenen zwölf Monaten 27 deutsche Zeitungsredaktionen ihre Online-Kommentarfunktion unter einzelnen Beiträgen ein­ge­schränkt oder ganz eingestellt haben. Anderen Medien ge­lingt es nur mit wachsendem Aufwand das Leserecho zu moderieren.

Walser und die Wirtschaft

In einem Interview im Handelsblatt sagte Martin Walser, dass ein Schriftsteller über Wirtschaftskenntnisse verfügen sollte. Wenn er einen Ro­man lese und nicht erfahre, wovon der Held lebe, sei sein Interesse schon halbiert. Walser überraschte mit dem Satz, ihm sei Warren Buffett so wichtig wie anderen Leuten Thomas Mann: „Das Feuilleton lebt von Ansichten, der Wirtschaftsteil von Wirklichkeit.“ Walsers Eltern betrieben ein Bahnhofsrestaurant und eine Kohlen­handlung.

Digitale Lichtblicke

Die überregionalen Tageszeitungen verloren im vierten Quartal 2015 Leser. Besser sah es nur beim Han­delsblatt und bei der taz aus. Prominentester Verlierer war Bild. Nur noch etwas mehr als 1,8 Mio. Exemplare setzt Bild pro Erschei­nungstag ab. Im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht das einem Minus von 12 Prozent. Die Welt verlor im gleichen Zeitraum sogar 14 Prozent. Verluste erlitten nach Berechnungen von Meedia auch die Süddeutsche Zeitung (minus 3,5 Prozent) und die Frank­furter Allgemeine (minus 6,6 Prozent). Die Verluste konnten zum Teil ausgegli­chen werden. So meldete die Verlagsgruppe der FAZ Erfolge im Internet: F.A.Z. und die FAS lesen inzwischen mehr als 56.000 Leser als E-Paper. Die Digitalisierungsquote, also der E-Paper-Anteil am Gesamtverkauf, liegt bei zwölf Prozent und damit über dem anderer großer Blätter. Die FAZ-App „Der Tag“ haben 195.000 Leser auf ihr Handy geladen.

Mehr Junge hören Infokanäle

2016 DLF

©DeutschlandradioB.FuerstFastré

Der private nordrhein-westfälische Lokalsenderverbund Radio NRW wird in Deutschland am häufigsten gehört. 1,6 Millionen Hörer schalten eins der über 40 Lokalradios zwischen Rhein und Lippe in einer Durchschnittsstunde ein, so die neue Reichweitenuntersuchung Radio MA vom März 2016. Meistgehörter Einzelsender bleibt der ebenfalls private Sender Antenne Bayern, der seine Reichweite um gut drei Prozent steigern konnte. Danach folgen die großen öffentlich-rechtlichen Sender. Mehr Hörer als früher hatten die Informationssender B5 aktuell, WDR5 sowie die entsprechenden Wort-Kanäle von NDR, MDR, SWR und HR. Diesen Zuwachs verdankten die Sender, wie Meedia ermittelte, vor allem den unter 40-Jährigen. Unangefochtener Marktführer im Segment der Infowellen ist mit großem Abstand der Deutschlandfunk. Die Tabelle listet die größten Sender, ihre Hörer und die prozen­tuale Veränderung zur letzten Untersuchung auf.

  1. Radio NRW, 1,3 Mio,  minus  2 Prozent.
  2. Antenne Bayern 1,3 Mio,  plus 3,2 Prozent.
  3. SWR 3, 1,2 Mio, plus 4,1 Prozent.
  4. WDR 2, 1 Mio, plus  0,8 Prozent.
  5. Bayern 1, 1 Mio, plus 1,6 Prozent.
  6. 1Live, 1 Mio, minus 4 Prozent.
  7. Bayern-Funkpaket, 1 Mio, plus 6,5 Prozent.
  8. Bayern 3, 0,8 Mio, minus 2,5 Prozent.
  9. NDR 2, 0,8 Mio, minus 7,8 Prozent.
  10. WDR 4, 0,7 Mio, minus 1,0 Prozent.

 Deichmann, Tchibo, Dr. Oetker

Ab April sendet die ARD montags um 20:15 Uhr wieder Marken-Checks. In den neuen Folgen stehen Traditionsunternehmen im Mittelpunkt. Am 25. April beginnt die Staffel mit dem „Deichmann-Check“. Eine Woche später steht „Tchibo“ auf dem Programm, zum Abschluss stellt das Erste am 9. Mai „Dr. Oetker“ vor. Der WDR prüft Produkt, Preis und Qualität und wirft einen Blick auf Produktionsbedingungen sowie Markenversprechen.

Wintersport statt Europaberichterstattung

„Die gerade beendete Wintersport-Saison 2015/16 hat beim Fernsehpublikum erneut großes Interesse ausgelöst. Durchschnittlich 2,43 Millionen Zuschauer verfolgten die Übertragungen im Ersten“, freut sich die ARD. Insgesamt habe man 174 Stunden über den weißen Sport berichtet. Die Kehrseite dieses Erfolges ist ein Verlust an Europaberichterstattung, die in Zeiten von Brexit und Flüchtlingskrise große Bedeutung hat. Sie findet sonntags nach dem „Presseclub“ regelmäßig im „Europamagazin“ der ARD statt – und fiel ebenso regelmäßig wegen Wintersport aus.

Wie das Handelsblatt Leser bindet

Das Handelsblatt hat einen Wirtschaftsclub gegründet. Leser erhalten persönlichen Zugang zur Handelsblatt-Redaktion und können zum Beispiel im Newsroom an der Wall Street einen Desk-Sharing-Arbeitsplatz benutzen. In der Club-Bibliothek steht den Mitgliedern eine Up- und Download-Plattform für Studien, Vorträge und E-Books zur Verfügung.

Wie Google Leser findet

Eine internationale Jury hat kürzlich entschieden, welche Projekte aus dem mit 150 Millionen Euro gefüllten Digital News Innovation Fonds von Google gefördert werden. Der Innovationsfonds wurde im vergangenen Jahr mit europäischen Nachrichten-Verlagen gebildet. Er soll innerhalb der kommenden Jahre innovative digitale Medi­enprojekte in Europa fördern. Der Google-Fonds verteilte 27 Millionen Euro in 23 Ländern. Auf deutsche Projekte entfielen knapp fünf Millionen Euro. So bekommt zum Beispiel die WirtschaftsWoche Geld für die Entwicklung einer Software, die automatisiert Neuigkeiten unter ande­rem aus Forschungseinrichtungen liefern soll. Der Berli­ner Tagesspiegel erhält rund 250.000 Euro für die Weiter­entwicklung seines Debattenportals Causa und die Kob­lenzer Rhein-Zeitung rund 500.000 Euro für eine App, die Social Media, Mails und News verknüpfen soll. Die F.A.Z. erhält einen Zuschuss für einen intelligenten Mechanismus zur individuellen Aufbe­reitung von digitalen Zeitungsinhalten für Smartphone, Tablet und PC.

 

Medienbrief 1/16

Infos für die Jugend

Alle sind sie hinter der Jugend her: Die „Zeit“ mit ihrem neuen Angebot „ze.tt“, die Süddeutsche mit „jetzt.de“, „Bild“ mit „BYou“ – und auch der Spiegel mit dem Internetportal Bento (Bild). Die Kapitel heißen nicht mehr Politik, Wirtschaft, Kultur, sondern Today, Musik, Fühlen, Style, HaHaHa oder auch Gerechtigkeit. Auch das Handelsblatt hat ein Jugendportal aufgemacht. Es nennt sich „Orange“ und bietet ebenfalls einen frischen Blick auf die Wirtschaft.

Maus macht Sachen

Die „Sendung mit der Maus“ wird den Abriss der Leverkusener Rheinbrücke, auf der die A1 den Rhein überquert, sowie den Bau der neuen Brücke mit der Kamera verfolgen und als „Sachgeschichten“ aufbereiten. Armin Maiwald zeigt, warum die Brücke kaputt ist: Täglich überqueren auf ihr mehr als 140.000 Autos den Rhein – zu viele für das rund 50 Jahre alte Bauwerk. Eine frühere Spezial-Maus-Geschichte über den Bau eines Autos wurde 2001 mit dem  Ernst-Schneider-Preis ausgezeichnet. Der Brückenbau ist eine ungleich langwierigere Angelegenheit. Er soll sich bis ins Jahr 2023 hinziehen.

Neue Gründershow

Ob Energie-Getränke, Hanfpflanzen im Tee oder flexible Brandschutzmatten – in der neuen Doku-Reihe „Vom Spinner zum Gewinner“ verwirklichen wagemutige Existenzgründer ihre Geschäftsideen. In vier Folgen begleitet kabel eins seit 5. Januar dienstags um 20:15 Uhr die Unternehmensgründer auf ihrem Weg zum eigenen Unternehmen.

Radio beim Essen, Radio im Auto

Drei Viertel der Bevölkerung hören täglich Radio und das im Schnitt fast vier Stunden lang. Dies ergab eine Befragung zur neuen Media Datenanalyse. Dabei wurden 400 Radioprogramme berücksichtigt, von denen der einzelne Hörer nur wenige nutzt. Innerhalb von 14 Tagen hören die Menschen im Durchschnitt vier Programme. Gehört wird bevorzugt beim Essen. und beim Autofahren. Die meistgenutzten Online-Audioangebote sind 1Live, laut.fm, Antenne Bayern, SWR3, radionomy, NDR2, Deutschlandfunk, Bayern3, Rock Antenne, Sport1.fm.

Beschäftigung mit Sonnenbränden

Die Gefallsuechtigen von Wolfgang Herles

Die Gefallsuechtigen von Wolfgang Herles

Wolfgang Herles kritisiert in seinem Buch „Die Gefallsüchtigen“ das Fernsehprogramm. Herles ist Insider, er hat viele Redaktionen geleitet. 1995 erhielt er den Ernst-Schneider-Preis für ein Portrait über Ferdinand Piech, 2000 für „Wechseljahre – Wie Rolf Breuer die Deutsche Bank globalisiert”. Der Autor beklagt das Diktat der Quote, die die Programmauswahl und -ge­staltung dominiere. Die Quote erziehe Redakteure zu Produktmanagern. Provokativ formuliert er: „Würde man ein Krankenhaus nach ähnlichen Prinzipien und Werten führen, würden die Risikopatienten mit höherer Mortalitätswahrscheinlichkeit in den Warteraum geschoben, während man sich mit Hingabe Schnittwunden, Sonnenbränden etc. widmen würde.“ Herles ärgert die Personalisierung und Skandalisierung von Wirtschaft und Politik. Er vermisst die regelmäßige journalistische Auseinandersetzung mit den großen Themen der Wirtschaft und fordert mehr Dokumentationen und Reportagen – unter anderem über das Finanzsystem und eine Auseinandersetzung über das, was mit der Digitalisierung auf uns zukommt. „Die Gefallsüchtigen“ ist im Knaus-Verlag, München erschienen.

Magazin für Vorwärtsdenker

2016 ifutureUnter dem Namen „i-future“ erscheint seit Oktober eine Zeitschrift für neue Themen. Herausgeber ist die BAT-Stiftung für Zukunftsfragen in Hamburg. Das Magazin wird von Weimer Medien publiziert. „i-future“ erscheint quartalsweise. Der Einzelverkaufspreis beträgt 7 Euro. Die Startauflage liegt bei 50.000 Exemplaren. Die neue Zeitschrift will ein geistiger Treffpunkt für „Vorwärtsdenker, Avantgardisten und Innovatoren“ sein.

 

Auf Kindermaß

Jörg Eigendorf ist neuer Kommunikationschef und Generalbevollmächtigter der Deutschen Bank. Eigendorf hat lange für Die Welt gearbeitet und wurde 2009 für eine ungewöhnliche Beilage der Welt am Sonntag mit dem Ernst-Schneider-Preis ausgezeichnet. Die Beilage hieß „Finanzkrise kinderleicht“. Die Jury urteilte: „Dem Autor gelingt es, eins der kompliziertesten Themen dieser Zeit ohne falsche Töne auf Kindermaß zu bringen und damit neuen Leserschaften zu vermitteln.“

Episodische Softnews

Junge Erwachsene im Alter zwischen 16 und 29 Jahren nutzen immer weniger Informationsmedien, die auf Hardnews setzen. Sie informieren sich stattdessen über Social Media-Kanäle, in denen in erster Linie Softnews verbreitet werden, oder sie gehen als Informationsnutzer ganz verloren, weil sie ihre Zeit in Unterhaltungsangebote investieren. Zu diesen Befunden kommt das fög – Forschungsinstitut Öffentlichkeit und Gesellschaft an der Universität Zürich. So gaben im Jahr 2015 56 Prozent der Befragten an, nie eine Abonnementszeitung zu nutzen. 2009 lag der Wert noch bei 35 Prozent. Bemerkenswert ist, dass dieser Nutzungsrückgang traditioneller Informationsangebote nicht durch die Nutzung professioneller Online-Newsangebote kompensiert wird. Personen, die Nachrichten via Social-Networks konsumieren, nehmen die Welt stärker über episodische Softnewsthemen wahr. Quelle: www.foeg.uzh.ch.

Wirtschaftsnews aus Karlsruhe

Springer hat für rund 300 Millionen Euro die Mehrheit am Wirtschaftsnews-Internetportal Business Insider (BI) übernommen. BI ist nach Eigendarstellung „Deutschlands modernste Nachrichtenseite zu Wirtschaft, Karriere, Tech, Digitalkultur, Wissenschaft – und allem Anderen, das Menschen interessiert“. Der amerikanische Verlag hat Erfolg mit boulevardesk aufgemachten Wirtschaftsinformationen. BI zielt auf eine Reichweite von 200 Millionen Lesern. Chefredakteurin ist Christin Martens, die von bild.de kommt und „einen unkonventionellen Blick auf das Wirtschaftsgeschehen bieten will“. Ihre Redaktion arbeitet seit Mitte November in Karlsruhe.

Back to the Future

Den Preis für die kreativste Pressemitteilung hat die IHK Rostock verdient. Sie verknüpfte den „Back to the Future“-Tag, an dem der Hauptdarsteller Marty McFly aus „Zurück in die Zukunft“ in einem Sportwagen in der Zukunft landet, mit der Verleihung des Ernst-Schneider-Preises am gleichen Tag. Die Fotomontage zeigt den Ernst-Schneider-Preis.2016 Back to the future

Medien-Brief 5/15

Spannung in Hamburg

24 Beiträge sind aus Fernsehen, Hörfunk, Print und Online für den Ernst-Schneider-Preis nominiert worden. Die Beiträge vermitteln wirtschaftliche Zu-sammenhänge ebenso spannend wie unterhaltsam und allgemein verständlich. Hier geht es zur Liste der Nominierten. Bei der Preisverleihung am 20. Oktober werden diese Jurorinnen und Juroren die Entscheidungen verkünden:
Andreas Bartmann, Vizepräses Handelskammer Ham-burg, Geschäftsführer Globetrotter,
Brigitte Fehrle, Chefredakteurin Berliner Zeitung,
Lars Haider, Chefredakteur Hamburger Abendblatt,
Dr. Robin Houcken, Geschäftsführer Nordpol+Ham-burg,
Thomas Kleist, Intendant Saarländischer Rundfunk,
Susanne Biedenkopf-Kürten, Leiterin Hauptredaktion Wirtschaft, Recht, Service, Soziales und Umwelt, ZDF,
Stefan Schröder, Chefredakteur Wiesbadener Kurier,
Sonja Schwetje, Chefredakteurin n-tv, und
Birgit Wentzien, Chefredakteurin Deutschlandfunk.

Jugendliche entdecken Wirtschaft
Die neueste Jugendstudie des Bundesverbandes deutscher Banken belegt, dass die Aufmerksamkeit Jugendlicher für wirtschaftliche Themen wächst. Rund ein Drittel hat daran ein starkes oder sehr starkes Interesse. 2012, bei der letzten Befragung, waren es 22 Prozent gewesen. Informationen zu Wirtschaftsthemen erwarten die Befragten in erster Linie von Schule und Medien. 67 Prozent sagen, dass Wirtschaftsinformationen wichtig bis sehr wichtig seien. Befragt wurden Jugendliche im Alter zwischen 14 und 24 Jahren. Obwohl sich das Wissen leicht verbessert hat, sehen die Jugendlichen ihre Wissenslücken. So weiß nur ein Viertel, was eine Rendite ist, von dem Geschehen an der Börse haben sechs von zehn keine Ahnung. Fast drei Viertel der jungen Leute wünschen sich ein eigenes Schulfach Wirtschaft.

BR mit neuer App
2015 BR24 AppUnter Leitung seines Informationsdirektors Thomas Hinrichs entwickelt der Bayerische Rundfunk die BR24-App. Jeder soll sich künftig Nachrichten so zusammenstellen können, wie er das möchte – nach Liebling¬sthemen oder zu¬ge¬schnitten auf die Re¬gion, in der er lebt. Auch Wirtschaft wird einen Button bekom-men. Tagesmeldungen der App sollen zunächst vom Hörfunk aufbereitet werden, nachmittags liefert das Fernsehen Ausschnitte aus Filmbeiträgen, ergänzt um „Erklärstücke“. Die Umstellung auf die trimediale Ausspielung soll ohne höheres Budget realisiert werden. Die Redaktionen befürchten Programmeinsparungen, zumal der BR demnächst umbaut. Viele Radiomacher ziehen aus dem Funkhaus am Bahnhof hinaus ins Fernsehgelände. Dort entsteht ab 2017 ein Aktualitätenzentrum.
Studierende sehen fern
2015 Studenten FernsehenStudenten bevorzugen nach wie vor klassische Medien – vor allem Fernsehen, Radio und gedruckte Bücher. Diese werden zunehmend durch Videos und digitale Tageszeitungen ergänzt. Dies ergab eine Untersuchung von Campus Media. Demnach nutzen 87 Prozent der Befragten lineares Fernsehen mindestens einmal pro Woche, Videoclips rangieren mit 86 Prozent auf Platz zwei. Platz drei belegt das Radio (85 Prozent). Die Befragten gaben an, Tageszeitungen eher digital zu nutzen anstatt gedruckt. WhatsApp und Facebook sind für Studenten unverzichtbar. 99 Prozent der Befragten nutzen WhatsApp täglich, Facebook wird von 90 Prozent jeden Tag aufgerufen. Für die meisten ist das Smartphone der zentrale Zugang zu Sozialen Netzwerken und persönlichen Kontakten. Nur vier Prozent aller Befragten nutzen mit ihrem Smartphone redaktionelle Angebote von Medienhäusern.

Springer bringt Nachrichten aufs Handy
Axel Springer SE und Samsung Electronics haben im September in Berlin Upday gegründet. Upday bringt Nachrichten auf Samsung-Handys. Dies sind einerseits klassische, relevante Informationen, die durch lokale Redakteure in verschiedenen Ländern ausgewählt werden, andererseits durch einen Algorithmus erzeugte individuell gewünschte Nachrichten. Im Gemeinschaftsunternehmen arbeiten bereits 50 Leute. Die Redaktionsleitung übernimmt Jan-Eric Peters, der bisherige Chefredakteur der „Welt“. Das komplette Angebot soll 2016 starten.

Gründershow mit Lafer auf kabel eins
Sternekoch Johann Lafer wird ab dem 13. Oktober dienstags um 20:15 Uhr in einem neuen Format bei kabel eins zu sehen sein. Er beurteilt Business-Ideen von Unternehmern, die im Ausland ihr Glück versuchen wollen. Lafer und Lea-Sophie Cramer, Geschäftsführerin eines Online-Lifestyle-Shops, entscheiden darüber, welche Business-Idee die besten Erfolgsaussichten hat. Der Bewerber mit dem besten Konzept erhält 25.000 Euro Startkapital. Gegen den Fernsehkoch ermittelt die Staatsanwaltschaft Koblenz. Er soll bei der Beschäftigung von Angestellten Steuern hinterzogen und Sozialabgaben verkürzt haben. Lafer bestätigte kürzlich im „Stern“, „einen Fehler begangen zu haben“.
Nachrichten von der F.A.Z.
Die neuste Entwicklung der F.A.Z. heißt „DER TAG“. Es ist eine kostenlos erhältliche Nachrichten-App, die Themen, Analysen und Kommentare auf das iPhone bringt. Die Darstellung ist großzügig. Jedes Thema  ist mit einem Bild unterlegt und füllt eine Seite. Eine seitliche Abfolge schmaler Balken erleichtert die Orientierung. Die App bietet in der Nachrichtenflut einen schnellen Überblick.

Plan W für weiblich
2015 Plan WFrauen verbinden Know-How mit Eigenschaften, die die Wirtschaft in Zeiten von Fachkräftemangel und Überalterung der Gesellschaft benötigt, findet die Süddeutsche Zeitung und wirbt mit „Just go for it!“ für ihr neues Wirtschaftsmagazin. Das Blatt soll unter dem Titel „Plan W – Frauen verändern Wirtschaft“ vier Mal pro Jahr der „SZ“ beiliegen. Die Auflage wird 460.000 Exemplaren betragen.

 

RTL informativ
Bei der kürzlich erfolgten Einweihung des neuen Haupt-stadtstudios in Berlin kündigte Anke Schäferkordt für die RTL-Gruppe einen Ausbau des Korrespondentennetzes an. In Spanien soll ein neues Büro für Süd- und Südosteuropa eröffnet werden. Mit einem festen Korrespondenten werden die Sender der Mediengruppe auch wieder in Brüssel und in Moskau vertreten sein. Profitieren will RTL zudem von Kooperationen. Seit Juli arbeitet das „RTL Nachtjournal“ mit dem Journalistenbüro Correct!v zusammen. „RTL Aktuell“ kooperiert seit dem Sommer mit dem „Spiegel“. Die Hauptnachrichten können vorab auf exklusive Geschichten des Nachrichtenmagazins zurückgreifen und über diese jeweils freitags berichten.